Fake America Great Again: Wie Facebook & Co. die Demokratie gefährden

Donnerstag, 07.11.2019

Dokumentarfilm über die Strategien von Internetfirmen im US-Präsidentschaftswahlkampf 2017

Diskussion

Donald Trump brauchte nur 77.000 Stimmen in drei US-Bundesstaaten, um 2017 die Präsidentschaftswahlen für sich zu entscheiden. Seiner Konkurrentin Hillary Clinton, für die insgesamt fast drei Millionen Menschen mehr stimmten, blieb nur das Nachsehen. Der Dokumentarfilm von Thomas Huchon deckt auf, dass hinter Trumps Wahl eine durchtriebene Strategie steckte, unentschlossene Wähler in genau jenen drei Bundesstaaten so anzusprechen, dass sie am Ende für Trump votierten.

Den goldenen Weg dazu eröffnete die Internetfirma Cambridge Analytica, an die Trump insgesamt elf Millionen Dollar zahlte, um die relevanten Gruppen zu identifizieren. Das Unternehmen filterte aus den Daten von Millionen Facebook-Nutzern via „Datenmodellierung“ genau jene heraus, bei denen sich die Strategen den größten Erfolg erwarteten. Trumps Wahl war also nicht Zufall oder Glück, sondern das Ergebnis gezielter Datenanalyse.

„Fake America Great Again“ deckt auf, wie ein Netzwerk windiger Akteure, unterstützt durch den Hedge-Fonds-Milliardär Robert Mercer, im Verbund mit Breitbart News, Cambridge Analytica und Facebook das Ende der Demokratie mit digitalen Mitteln einläuteten. – Ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



Foto: arte

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