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Donnerstag, 07.11.2019

Französisches Drama um einen Bankmanager, der in Rumänien ein dubioses Projekt anstoßen will

Diskussion

Der französische Bankmanager David (Nicolas Duvauchelle), Mitarbeiter der Europäischen Bank für Entwicklung, soll ein Straßenprojekt in Rumänien in die Wege leiten. Als er vor Ort auf Widerstand stößt, nutzt er Roxana (Marina Palii), die rumänische Kinderfrau seines Sohnes, erfolgreich als Fürsprecherin und kann eine der widerspenstigen Einheimischen, eine Klostervorsteherin, zum Einlenken bringen. Zugeständnis ist allerdings die Bewahrung des „silbernen Waldes“, eines Forstes von jahrhundertelanger Tradition, indem die geplante „Klosterstraße“ als kultureller „Weg durch die rumänische Seele“ um diesen herumgebaut wird. Davon wollen Davids Vorgesetzte aber nichts wissen und entziehen ihm das Projekt; der Gedemütigte sieht sich daraufhin mit einer enttäuschten Roxana konfrontiert, die genau wie die übrigen Einheimischen mit Wut auf die gebrochenen Versprechen reagiert.

Das Sozialdrama von Emmanuel Bourdieu stellt ein finanzstarkes Unternehmen aus einem Industrieland und Menschen aus einer Region mit kultureller Tradition, aber großer Armut als Parteien auf. Wer dabei den Kürzeren ziehen wird, ist keine große Überraschung, zumal die Konflikte recht exemplarisch daherkommen. Vielschichtig fallen dafür die Charakterstudien der beiden Hauptfiguren aus: Sowohl David als auch Roxana wollen eigentlich nur das Beste, fallen aber in die Fänge skrupelloserer Menschen und geraten zwischen alle Fronten. – Ab 14.

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Foto: Nainer Sorin/Italique/Zadig Productions

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