Cahier africain

Freitag, 08.11.2019

Ein Porträt kriegstraumatisierter Frauen in Zentralafrika

Diskussion

Die Schweizer Filmemacherin Heidi Specogna porträtiert Frauen in der Zentralafrikanischen Republik, die 2002/03 von kongolesischen Soldaten vergewaltigt wurden. Noch während den Verantwortlichen für die damaligen Kriegsverbrechen in Den Haag der Prozess gemacht wird, kommt es in dem afrikanischen Staat zu neuen Unruhen. Die zurückhaltende, aber aufmerksam beobachtende Langzeitstudie protokolliert den Kreislauf der Gewalt, spürt damit, dass sie das Leid der Frauen und die Schwierigkeit, sich angesichts der latenten Bedrohung ein normales Leben aufzubauen, auch den Wurzeln der Migration nach und entdeckt bei allem Elend doch auch Lebensfreude und Widerstandskraft, was die hervorragende Fotografie sowie die ungewöhnliche Filmmusik unterstreichen.

Hier geht es zum Film in der 3sat Mediathek



Foto: © Heidi Specogna

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