Anbessa - Löwe (arte)

Freitag, 08.11.2019

18.11., 22.55-00.15, arte (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Diskussion

Der zehnjährige Äthiopier Asalif und seine Mutter mussten auf Druck von Landaufkäufern ihr kleines Stück Farmland aufgeben und sind in eine Armutssiedlung der Hauptstadt Addis Abeba gezogen. Gegen die auch hier bedrohliche Lage helfen ihnen der Einfallsreichtum des Jungen, der sich aus dem Schrott der Siedlung eine kreative Spielwelt erbauen kann, und von der Mutter erzählte Legenden, aus denen beide Kraft schöpfen. So stellt die Mutter die Landaufkäufer in Zusammenhang mit der Hyäne, von der in Asalifs Fantasiewelt Gefahr droht, während der Junge sich selbst in die Rolle eines mutigen Löwen (äthiopisch: „Anbessa“) imaginiert.

Der sensible, kunstvoll montierte Dokumentarfilm von Mo Scarpelli lässt sich im Direct-Cinema-Stil ganz auf die Perspektive seines jungen Protagonisten ein. Mit einfallsreicher Kameraführung zeigt die Regisseurin Not und Ausgeliefertsein, würdigt aber unaufdringlich in erster Linie die Überlebensstrategien von Mutter und Sohn. – Ab 14. (O.m.d.U.)


Foto: ZDF/Mo Scarpelli

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