Serie: Warum wir hassen

Freitag, 15.11.2019

Eine dokumentarische Serie um dem Hass als urmenschliche Emotion, aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet

Diskussion

Cyber-Mobbing, Terrorismus, Rassismus - die Ausdrucksformen, die Hass derzeit annimmt, sind vielfältig und beängstigend. Anscheinend hat uns die Geschichte trotz traumatischer Gewalterfahrungen in der Vergangenheit, trotz Aufklärung und Humanismus nicht den Ur-Impuls aberzogen, andere Menschen auszugrenzen und anzufeinden.  Doch woran liegt es, wenn diese negativen Emotionen anstatt der mitmenschlichen, empathischen Impulse,  die ebenso urmenschlich sind, die Oberhand gewinnen und das verhalten von einzelen Menschen oder ganzen Gruppen und Gesellschaften prägen? Die  dokumentarische Serie "Warum wir hassen", die aus der Feder des renommierten Dokumentaristen Alex Gibney stammt und u.a. von Steven Spielberg produziert wurde, befasst sich mit dem Hass aus verschiedenen Perspektiven.

Dabei geht es um die anthropologischen Grundbedingungen des Hasses und (verhaltens-)psychologische Erkenntnisse ebenso wie um Ansätze der Sozialforschung und verschiedene konkrete Ausprägungen von Hass im Alltagsleben und in der Politik, bis hin zu Extremen wie dem Völkermord. Die Serie fragt danach, warum Menschen dazu tendieren, sich durch die Ablehnung und Ausgrenzung von anderen als Individuum und als Gruppe zu definieren und wie diese Tendenz instrumentalisiert und ideologisch verstärkt werden kann. Eine ambitionierte, facettenreiche Analyse, die versucht, das emotional aufgeladene Thema wissenschaftlich-nüchtern anzugehen und damit dazu beizutragen, fatale Verhaltensmuster zu durchschauen.

Hier geht es zur Serie in der ZDF Mediathek



Foto: © ZDF/anadolu agency / corum, samuel

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