Julia

Freitag, 22.11.2019

Alkoholiker-Drama, Road Movie und Entführungsthriller, zusammengehalten von Tilda Swinton

Diskussion

Nach seinem großen Erfolg mit dem Frauen-Buddy-Movie Liebe das Leben (1998) ließ sich der französische Filmemacher Erick Zonca zehn Jahre Zeit bis zu seinem nächsten Kinofilm „Julia“: Der nicht ganz logisch erscheinende Mix aus Alkoholiker-Drama, Road Movie und Entführungsthriller ist rund um eine ebenso provozierende wie faszinierende Frauenfigur gestrickt. Julia (furios aufspielend: Tilda Swinton) ist eine Alkoholikerin, die ein Kind entführt, um von dessen Großvater Geld zu erpressen und damit ihr miserables Leben in bessere Bahnen zu lenken. Ihr Plan erweist sich als höchst dürftig und mündet in eine turbulente Flucht, die in Mexiko in einer weiteren Entführung des Kindes gipfelt. Überzeugend ist der Film vor allem als Charakterstudie, deren innere, durch die Entwicklung der Hauptfigur erzeugte Spannung die äußere Action in den Schatten stellt. – Sehenswert ab 16.

Hier geht es zum Film in der 3sat Mediathek



Foto: ZDF/Les Productions Bagheera, Le Bureau

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