Die roten Schuhe

Mittwoch, 11.12.2019

Ein Farbrausch: Ein Tanzfilm-Klassiker mit Moira Shearer im Konflikt zwischen Kunst und Leben

Diskussion

Wenn es ums Thema "Farbfilm" geht, bleibt meistens die Leistung des Regie-Duos Emeric Pressburger und Michael Powell nicht unerwähnt. Mit ihrer Produktionsfirma "The Archers", die sie 1943 gemeinsam in London gründeten, drehten die beiden Werke, die das damals noch junge Farbfilmverfahren - erst 1935 wurde in England ein Technicolor-Kopierwerk gegründet - auf seine dramaturgische Funktion auszuloten versuchten. Neben "Die schwarze Narzisse" gehört der Ballettfilm "Die roten Schuhe" zu ihren Meisterwerken. Er erzählt von einer jungen Ballerina (Moira Shearer), die zusammen mit dem Komponisten Julian Craster (Marius Goring) vom berühmten Impressario Boris Lermontov (Anton Walbrook) eine große Chance bekommt, die schließlich zur fatalen Zerreißprobe wird. Die beiden sollen bei einem Ballett nach H. C. Andersens Märchen "Die roten Schuhe" mitwirken. Das Stück um ein Mädchen, das an rote Zauberschuhe kommt, die ewig tanzen und damit auch ihre Trägerin zum Tanzen zwingen, scheint sich auf unheilvolle Weise im realen Leben der Tänzerin zu spiegeln: Die Ballerina und der Komponist verlieben sich, doch der Impressario stellt sich dem Glück entgegen; um mit dem geliebten Mann zusammen sein zu können, müsste die Frau ihre Karriere als Tänzerin opfern - doch die Magie des Tanzes will sie nicht loslassen... Fulminant machen die Choreografien, die Montage und der markante Einsatz von Farben das innere Drama, das die Figur durchleidet, zum ganz großen Spektakel.

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Foto: arte

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