© Warner

Caesar und Cleopatra

Donnerstag, 19.12.2019

Ein britischer Monumentalfilm (1946) über die Beziehung des römischen Machthabers und der ägyptischen Königin

Diskussion

Ähnlich wie später der legendär-größenwahnsinnige "Cleopatra"-Film mit Elizabeth Taylor (1962) stand auch der Film, mit dem der britische Produzent und Regisseur Gabriel Pascal die gedrückte Stimmung im Großbritannien der Nachkriegszeit mit Glamour und Exotismus konterkarieren wollte, in dem Ruf, das teuerste Filmprojekt seiner Zeit zu sein. Als Stars engagierte er neben Claude Rains als Caesar für die Rolle der mythenumrankten "femme fatale" Cleopatra die Schauspielerin Vivien Leigh, die seit ihrem Auftritt als Scarlett O'Hara in "Vom Winde verweht" ein Weltstar war.

Die Vorlage für den Film lieferte George Bernard Shaws gleichnamiges Theaterstück (1898): Auf seinem Feldzug in Ägypten (48 - 45 v.Chr.) begegnet der alternde römische Machthaber Julius Cäsar der jungen ägyptischen Königin Cleopatra und erteilt ihr Lektionen über die Finessen der Staatskunst, während sie - mit zeitweiligem Erfolg - ihre Verführungskünste an ihm erprobt. Dabei reibt sich die Inszenierung, die mit großem Aufwand versucht, die Welt der Antike (nach damaligem Wissensstand) glanzvoll zum Leben zu erwecken, latent an den modernen, satirischen Dialogen, mit denen es Shaw eher darum ging, den heroischen Glanz, der auf den Helden der Antike liegt, zu demontieren.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



Fotos: Warner


Filmdetails
Kommentar verfassen

Kommentieren