© arte/Christel Fromm/Gruppe 5

Unter Herrenmenschen

Dienstag, 31.12.2019

Doku über den Völkermord an den Herero und Nama durch die deutsche Wehrmacht

Diskussion

Als bei der Berliner Afrika-Konferenz 1884 die europäischen Kolonialmächte über Grenzen verhandelten, ergatterte auch Deutschland seinen „Platz an der Sonne“. Doch die deutschen Siedler in Namibia gerieten bald in Konflikt mit den Einheimischen.

Die deutschen „Herrenmenschen“ kamen mit der Bibel, aber ihr Gebaren gegenüber den namibischen Völkern war alles andere als christlich. Betrügerische Vertragsabschlüsse, Gewalt und Missbrauch führten dazu, dass sich Herero und Nama gegen die neuen Herren erhoben. Am 12. Januar 1904 wurden Büros der deutschen Verwaltung, Bahnhöfe und Geschäfte überfallen und zerstört. Das Deutsche Reich reagiert mit größter Grausamkeit. Nach dem berüchtigten „Vernichtungsbefehl“ desGenerals Lothar von Trotha sollten alle Hereros erschossen werden.Nach der Schlacht vom Waterberg jagte man die Aufständischen und ihre Familien in die Omaheke-Wüste. 85.000 Menschen verdursten qualvoll.

Der Völkermord war der brutale Höhepunkt einer Geschichte, die von Enteignung, Entrechtung und Missbrauch geprägt war. Der Dokumentarfilm von Christel Fromm rekapituliert dieWunden der Vergangenheit, die das Land bis heute prägen und gibt dem Kampf der betroffenen Volksgruppen Raum, die noch immer auf eine Aufarbeitung durch den deutschen Staat pochen. – Ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



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