Das Filmrätsel im Januar: Erster Weltkrieg

Donnerstag, 02.01.2020

Unsere Gewinnspielfragen im Januar drehen sich um Filme über den Ersten Weltkrieg

Diskussion

„Wir leben dort draußen in Schützengräben. Wir kämpfen. Wir versuchen zu überleben, und viele von uns müssen sterben. Das ist alles.“ Die Worte, mit denen der junge Soldat Paul Bäumer in Lewis Milestones „Im Westen nichts Neues“ (1930) den Ersten Weltkrieg zusammenfasst, prägen die Auseinandersetzungen des Kinos mit der verheerenden Menschheitskatastrophe zwischen 1914 und 1918 bis heute: Wie kein anderer Krieg ist er insbesondere auch durch Leinwand-Bilder zum Inbegriff des sinnlosen Sterbens geworden. Im Januar schließt Sam Mendes mit seinem in Echtzeit ablaufendem Weltkriegsfilm 1917 (Kinostart: 16.1.) an diese Tradition an, in dem zwei britische Soldaten feindliches Gebiet durchqueren müssen, um eine andere Einheit zu erreichen.


Anlässlich des Starts von „1917“drehen sich auch die Fragen des Januar-Gewinnspiels um den Ersten Weltkrieg im Kino:


Frage 1: Eine der berühmtesten Auseinandersetzungen mit dem Ersten Weltkrieg aus dem Jahr 1937 kommt ohne Schlachtszenen aus. Stattdessen konzentriert sich der französische Regisseur Jean Renoir auf die Zustände in einem deutschen Gefangenenlager, wo die einfachen Soldaten ihre Flucht planen, während zwischen einem adligen französischen Offizier und dem deutschen Kommandanten eine eigenwillige Beziehung entsteht. Wie lautet der Titel des Films?

Frage 2: Wer an die Schauplätze des Ersten Weltkriegs denkt, verbindet diese in der Regel mit Europa und verliert aus dem Blick, dass die Konflikte – kolonial bedingt – auch in anderen Erdteilen ihre Spuren hinterließen. In einem Film aus dem Jahr 1951 etwa müssen eine britische Ordensschwester und ein rauer Flusskapitän mitten in Afrika eine Zwangsgemeinschaft bilden, als sie nach dem Kriegsausbruch mit deutschen Soldaten und Kanonenbooten konfrontiert werden. Wer inszenierte den Film?

Frage 3: Zum 100. Jahrestag des Kriegsendes entstand der Dokumentarfilm „They Shall Not Grow Old“, der etliche restaurierte und eingefärbte Archivbilder mit Tonaufnahmen zu einem kollektiven Frontbericht zusammenmontierte. Welcher bekannte neuseeländische Regisseur war federführend bei diesem Projekt?


Teilnehmer des Gewinnspiels schreiben bitte eine Mail an redaktion@filmdienst.de mit dem Betreff „1917“, Antworten auf die drei Fragen und einer Angabe, welcher Film im Fall des Gewinnens gewünscht wird – und dort, wo es beide Möglichkeiten gibt, ob es die DVD oder die Blu-ray sein soll. Bitte vergessen Sie außerdem auch nicht Ihre Postadresse, damit die Gewinne auch verschickt werden können.

Viel Erfolg!

Teilnahmeschluss ist der 31. Januar.


Zu gewinnen sind auch im Januar wieder hochwertige DVDs und Blu-rays. Die Gewinne im Überblick:

- Endzeit (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 24.1., Anbieter: Farbfilm/Lighthouse), Adaption einer Graphic Novel von Olivia Vieweg als ungewöhnliche deutsche Variation dystopischer Genrefilme in grandiosen Bildern. Der üblichen Effekthascherei der Zombieangriffe werden feminine und philosophische Ideen entgegenstellt (Regie: Carolina Hellsgård, mit Gro Swantje Kohlhof, Maja Lehrer, Trine Dyrholm, Barbara Philipp).

Hier geht es zur Kritik von „Endzeit“.


- Mein Leben mit Amanda (DVD, Erscheinungstermin: 17.1., Anbieter: MFA+), mit gelassener Detailgenauigkeit entwickeltes Drama um einen jungen Baumpfleger aus Paris, der sich nur vorsichtig ins Leben tastet, aber nach dem gewaltsamen Tod seiner Schwester plötzlich mit der Frage konfrontiert wird, ob er die Verantwortung für deren siebenjährige Tochter tragen kann. Der gefühlvolle Film versagt sich jede Überdramatisierung (Regie: Mikhaël Hers, mit Vincent Lacoste, Isaure Multrier, Stacy Martin, Ophélia Kolb). Achtung: Der Film erscheint nur auf DVD!

Hier geht es zur Kritik von „Mein Leben mit Amanda“


- Ein leichtes Mädchen (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 24.1., Anbieter: Alamode), ein Adoleszenz-Drama der Französin Rebecca Zlotowski über eine schüchterne Jugendliche aus Cannes und ihre verführerische Cousine, die ihre Anziehkraft auf Männer genießt. Im Spiel mit Blicken, Rollenbildern und scheinbaren Abhängigkeitsverhältnissen erzählt der Film vielschichtig vom Begehren (mit Mina Farid, Zahia Dehar, Benoît Magimel, Clotilde Courau).

Hier geht es zur Kritik von „Ein leichtes Mädchen“


- Late Night(DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 9.1., Anbieter: Universal), von trefflichen Darstellern getragene satirische Komödie um eine in ihren Routinen erstarrte Talkmasterin, die durch eine freche Außenseiterin in ihrem Team herausgefordert wird(Regie: Nisha Ganatra, mit Emma Thompson, Mindy Kaling, John Lithgow, Hugh Dancy).

Hier geht es zur Kritik von „Late Night“


- Leberkäsjunkie (DVD/Blu-ray, Erscheinungstermin: 16.1., Anbieter: EuroVideo), sechster Provinzkrimi um den niederbayerischen Polizisten Franz Eberhofer, der den Tod einer Frau bei einem Brand aufklären soll, sich aber gleichzeitig mit familiären Scharmützeln und eigenwilligen Dorfbewohnern herumschlagen muss (Regie: Ed Herzog, mit Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Lisa Maria Potthoff, Enzi Fuchs).

Hier geht es zur Kritik von „Leberkäsjunkie“


Für Teilnehmer des Dezember-Gewinnspiels hier noch die richtigen Antworten zum Filmrätsel um Luis Buñuel:

1. Max Ernst

2. Tristana

3. Ángela Molina



Foto aus „1917“: © Universal

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