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Kramer gegen Kramer (zdf_neo)

Mittwoch, 08.01.2020

21.1., 23.15-00.55, zdf_neo

Diskussion

Das Scheidungsdrama von Robert Benton stellte 1979 einen bahnbrechenden Einschnitt in der (US-)Leinwanddarstellung von Familien dar. Nicht nur die negativen Auswirkungen beruflichen Ehrgeizes auf das Familienleben wurden hier zum ersten Mal in aller Deutlichkeit verhandelt, sondern auch die Notwendigkeit eines Umdenkens bei männlichen wie weiblichen Rollenbildern. Dass die vernachlässigte Joanna Kramer (Meryl Streep) ihren Mann Ted (Dustin Hoffman) und den gemeinsamen Sohn Billy (Justin Henry) verlässt, wird ebenso als folgerichtiger Akt dargestellt wie Teds Wandel zum Vater, der mehr Verantwortung übernehmen muss. Der Prozess, der nach 18 Monaten um das Sorgerecht geführt wird, führt zudem eine gesellschaftliche Perspektive ein, die gegenüber den individuellen Schicksalen notwendigerweise ein vereinfachendes Urteil fällen muss.

Ein dichter und nuancierter Film, der auch aus vierzigjährigem Abstand durch seine Sorgfalt und schauspielerischen Leistungen beeindruckt und verdientermaßen zahlreiche Preise gewann. – Ab 16.


Foto: Columbia

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