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Mr. und Mrs. Hitchcock

Mittwoch, 22.01.2020

Eine Würdigung der Zusammenarbeit von Alfred Hitchcock und seiner Frau und Mitarbeiterin Alma Reville

Diskussion

Mit nur einem Tag Abstand wurden Alfred Hitchcock und Alma Reville 1899 geboren, lernten sich 1926 kennen und verbrachten nach ihrer Heirat bis zu Hitchcocks Tod im Jahr 1980 ihr Leben zusammen. Dabei erwarb sich zwar der Regisseur mit der geschickten Vermarktung seiner bulligen Figur ungleich mehr öffentlichen Ruhm als seine Frau, als seine engste und wichtigste Mitarbeiterin wirkte Alma Reville jedoch über mehrere Jahrzehnte als Drehbuchautorin und Beraterin an etlichen Hitchcock-Filmen mit. Die Dokumentation „Mr. und Mrs. Hitchcock“ von Laurent Herbiet arbeitet den Team-Charakter des Ehepaars heraus und kommt zum selben Schluss wie der Kritiker Charles Champlin schon 1982: „Den Hitchcock-Touch haben vier Hände erzeugt und zwei davon gehörten Alma.“ Daneben würdigt der Film auch den Anteil weiterer Frauen am Oeuvre des Spannungsmeisters, etwa von seinen Schauspielerinnen oder Drehbuchautorinnen.

Außerdem sind in der arte Mediathek Hitchcock-Filme zu sehen, u.a. "Jung und unschuldig" von 1937, für den Alma Reville am Drehbuch mitschrieb, eine schöne Mischung von Krimi und Screwball-Comedy: Ein des Mordes verdächtiger Drehbuchautor, der unschuldig bezichtigt wird, einen Filmstar getötet zu haben, wird von der Tochter des Polizeipräsidenten bei seiner Suche nach Beweisen für seine Unschuld unterstützt. Ein spannender, sehr humorvoller Film, der Hitchcock bereits auf der Höhe seines Könnens zeigt. Verfügbar sind zudem zwei weitere frühe, in Großbritannien entstandene Werke des Meisters: "Sabotage" (1936; ebenfalls mit Alma Reville als Co-Autorin) und die Orginalversion von "Der Mann, der zuviel wusste" (1934), der später ein berühmtes Hollywood-Remake mit James Stewart und Doris Day erfuhr.

Hier geht es zur Doku "Mr. und Mrs. Hitchcock" in der arte Mediathek

Hier geht es zu "Jung und unschuldig" in der arte Mediathek

Hier geht es zu "Der Mann, der zuviel wusste" in der arte Mediathek

Hier geht es zu "Sabotage" in der arte


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