© Renaud Monfourny

Die Nonne

Mittwoch, 05.02.2020

Kunstsinnige, präzise inszenierte Verfilmung des Romans von Denis Diderot

Diskussion

Die 16-jährige Suzanne Simonin (Pauline Etienne) wird im 18. Jahrhundert von ihrer Familie genötigt, ins Kloster zu gehen. Da sich die junge Frau aber nicht von Gott berufen fühlt, wehrt sie sich, die Gelübde abzulegen. So beginnt ein Leidensweg, an dem sie zu zerbrechen droht, woran zunächst vor allem eine rigide Oberin (Louise Bourgoin) ihren Anteil hat. Als Suzanne das Kloster wechseln darf, erwartet sie in der Aufgabe, sich der Zuneigung ihrer neuen, lesbischen Oberin (Isabelle Huppert) zu entziehen, eine weitere kaum zu bewältigende Anforderung.

Die betont spröde, kunstsinnige Verfilmung des gleichnamigen Romans von Denis Diderot durch Guillaume Nicloux kreist um den Konflikt zwischen inneren Überzeugungen und sozialem Druck. Der präzise inszenierte Film rechnet mit autoritären Strukturen ab, die die Entfaltung des Individuums behindern, schenkt aber auch den Kräften Raum, sich dagegen zu behaupten. – Sehenswert ab 16.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek

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