© Caroline Dubois

Obwohl ich Dich liebe

Freitag, 07.02.2020

Dreiteilige Thriller-Miniserie um sich auflösende Gewissheiten.

Diskussion

„Liebe, Verlust, Verrat und Rache“ sind die Zutaten, mit denen die dreiteilige Miniserie hantiert, die arte heute Abend am Stück zeigt. Vor allem aber geht es um Geheimnisse, die erst allmählich hinter Gewissheiten hervortreten, die der Zuschauer, aber auch die Figuren bis dahin gehabt haben: So führt der erste Teil in eine Richtung, die sich als falsche Fährte herausstellen wird, wenn er zunächst von dem scheinbar glücklichen Ehepaar Rebecca (Clotilde Hesme) und Romain (Jérémie Renier) erzählt, das allein der unerfüllte Kinderwunsch belastet, und dem Gegensatzpaar aus Romains ehemals drogenabhängigem Bruder (Finnegan Oldfield) und seiner unzufriedenen Freundin (Majda Abdelmalek).

Das Verschwinden von letzterer und eine unerklärliche Beobachtung säen den Verdacht, dass der Ex-Junkie ihr Gewalt angetan hat, eine Konfrontation der Brüder führt zu einem tödlichen Unglücksfall, an dem auch der Überlebende fast zugrunde geht. Damit aber ist das eigentliche Rätsel, von dem die Serie erzählt, gerade erst angestoßen, denn auch die scheinbar so stabile und aufrichtige Ärztin Rebecca ist ganz und gar nicht, was sie zu sein scheint.

Für „Obwohl ich Dich liebe“ arbeitete der Franzose Mathias Gokalp, der 2009 mit seinem Spielfilmdebüt „Rien de personnel“ in Cannes vertreten war, mit der Romanautorin Ingrid Desjours und dem erfahrenen Fernsehautor Florent Meyer zusammen. Sein Dreiteiler wird dabei von den Wendungen vorangetrieben, durch die Erzählung immer wieder neue Impulse erhält und jede der drei Episoden frische Spannungselemente aufweist. – Ab 16.

Hier geht es zur Serie in der arte Mediathek

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