© Netflix ("Unbelievable")

Because She Watched: Ein Netflix-Programm anlässlich des Weltfrauentags 2020

Donnerstag, 05.03.2020

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Frauen aus aller Welt, die vor und hinter der Kamera tätig sind, haben für Netflix ein Programm kuratiert, das der Streamingdienst anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März präsentiert. Bei der Filmreihe „Because She Watched“ („Weil sie es angesehen hat“) gehe es, so Anita Bhatia von UN Women, „um die Herausforderung, Geschichten von Frauen zu erzählen und Frauen in ihrer gesamten Vielfalt darzustellen. Es geht darum, das Unsichtbare sichtbar zu machen und zu zeigen, dass die Gesellschaft nur dann wirklich aufblüht, wenn Frauen vor und hinter der Kamera und ganz allgemein in unseren Erzählungen repräsentiert und einbezogen sind“.

Das Spektrum der 55 Werke umfasst eine Reihe herausragender Serien und Spielfilme. So hat Sophia Loren, eine der Kuratorinnen, die britische Historienserie „The Crown“ ausgewählt; ihre argentinische Kollegin Mercedes Morán präsentiert das Frauenporträt „Aquarius“ von Kleber Mendonça Filho, die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek die US-Krimiserie „Unbelievable“, in der zwei weibliche Cops einem Vergewaltiger auf der Spur sind. Um ein ähnliches Thema dreht sich eine Serie, die von der indischen Schauspielerin Shefali Shah beigesteuert wird: „Delhi Crime“, eine fiktionalisierte Aufarbeitung einer realen Vergewaltigung aus dem Jahr 2012, bei dem eine Frau von mehreren Männern in einem Bus angegriffen, vergewaltigt und so schwer verletzt wurde, dass sie an den Folgen verstarb.

Sandy Tan, eine Regisseurin aus Singapur, wählte die Comedy-Serie „Matrjoschka“, eine tragikomisch mit dem Zeitschleifen-Motiv spielende Sitcom um die Lebenskrise einer New Yorker Mittdreißigerin; die Dokumentarfilmerin Liz Garbus zog einen Klassiker von Regisseur Spike Lee aus den 1980er-Jahren vor, „She’s Gotta Have it“ ("Lola Darling"). Das in Cannes gefeierte Langfilm-Debüt der Regisseurin Mati Diop, „Atlantique“, ist der Beitrag der mexikanischen Produzentin Elena Fortes zu der Auswahl; ihre US-Kollegin Janet Mock, die sich mit der Serie „Pose“ einen Namen gemacht hat, präsentiert den Dokumentarfilm „Paris Is Burning“ (1990) von Jennie Livingston, eine wichtige Wegmarke des queeren Kinos, der Transvestiten und Transsexuelle in New York porträtiert.

Die gesamte Auswahl steht unter Netflix.com/BecauseSheWatched oder via Netflix-Suche nach Weil sie es angesehen hat bereit und ist das ganze Jahr 2020 verfügbar.

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