© Medienprojekt Wuppertal

Corona Diaries - Junge Filme gegen den Untergang

Dienstag, 17.03.2020

Das Medienprojekt Wuppertal sucht junge Menschen, die ihre Erfahrungen mit der Corona-Pandemie in drei- bis fünfminütigen Clips verarbeiten

Diskussion

Das Medienprojekt Wuppertal hat eine Initiative gestartet, mit der junge Menschen ihre vielfältigen Erfahrungen mit dem Corona-Virus per Handy oder einer kleinen Kamera dokumentieren. Die drei- bis fünfminütigen Beiträge sollen auf Youtube und Instagram veröffentlicht und später zu einem Film zusammengefasst werden.


Das Medienprojekt Wuppertal hat blitzschnell auf die neue Situation unter dem Druck der Corona-Pandemie reagiert. Die Initiative ruft ein interessantes Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene ins Leben, die ihre veränderten Lebensbedingungen medial reflektieren wollen.

Teilnehmer an dem „Corona Diaries“-Projekt, das im Untertitel leicht apokalyptisch „Junge Filme gegen den Untergang“ heißt, sollen mit der Kamera die Ereignisse in ihrem Leben, ihrer Familie und ihrem Umfeld dokumentieren und ihre Gefühle und Gedanken überdenken.

Auf diese Weise entstehen „digitale Tagebücher der Krise“ aus einer jungen Perspektive, in denen es darum gehen kann, was die Angst vor oder der Umgang mit dem Virus mit ihnen und den Menschen in ihrer Umgebung macht. Vielleicht werden aber auch positive Seiten der neuen Situation entdeckt, etwa solidarisches Verhalten, neue Freundschaften, Besinnung auf andere Werte oder gänzlich unerwartete Geschichten.


Mit dem eigenen Handy oder einer Kamera

Die Filmaufnahmen können mit dem eigenen Handy oder mit Kameras des Medienprojekts gemacht werden, die man sich für einen Monat ausleihen kann. Die Aufnahmen sollen weitgehend ohne Kontakt zu anderen Menschen entstehen und werden online ans Medienprojekt überstellt. Dort wird das Material in kurzen Abständen auf YouTube und Instagram veröffentlicht. Überdies ist eine größere Dokumentation geplant, in der die Ereignisse aus der Sicht junger Menschen reflektiert werden.

Die Teilnehmer verpflichten sich, täglich zu drehen und Aufnahmen von Orten, aus dem Fenster oder von all dem zu machen, was die Jugendlichen interessiert. Vor allem sollen Menschen in der Umgebung gefilmt und interviewt werden; aber auch Selbstinterviews in die Kamera sind möglich, mit all den Dingen, die am Tag wichtig waren, mit Highlights und „Downern“, Problemen und Erfahrungen.

Täglich sollen bis zu fünf Minuten produziert und als Download dem Medienprojekt zur Verfügung gestellt werden. Minderjährige benötigen für die Teilnahme das Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten.



Das Filmprojekt, so die Initiatoren, soll ein Mittel gegen die Ohnmacht sein, eine positive künstlerische Selbstbeschäftigung, um jungen Menschen in ihrer Verschiedenheit eine Stimme zu geben, „damit wir alle Oberwasser behalten in schwierigen Zeiten“, heißt es in dem Aufruf des Medienprojekts.

Für die "Corona Diaries" kann man sich jetzt beim Medienprojekt Wuppertal anmelden, unter  c.meyer@medienprojekt-wuppertal.de

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