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Das Grabmal einer großen Liebe

Dienstag, 31.03.2020

Deutscher Stummfilm über eine unglückliche Liebesgeschichte in Indien

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Der 1876 in München geborene Fotograf, Produzent und Regisseur Franz Osten reiste 1924 erstmals nach Indien und avancierte dort mit dem bengalischen Schauspieler Himansu Rai zum Pionier des Bollywood-Kinos. Allein von 1935 bis 1939 realisierte er insgesamt 16 Spielfilme. Ostens indische Stummfilmtrilogie – Die Leuchte Asiens (1925), „Das Grabmal einer großen Liebe“ (1928) und der Abschlusstitel Schicksalswürfel (1929) – legte den Grundstein für die Entwicklung und internationale Reputation der jungen „indischen“ Kinematographie.

Das Gespür des Regisseurs für das Bedürfnis nach Abenteuern und exotischer Unterhaltung verbindet die am Ende der Stummfilmära gedrehte deutsch-britisch-indische Koproduktion „Das Grabmal einer großen Liebe“ mit einem erstaunlich realistischen Unterbau – trotz der klischeereichen Geschichte und Melodramatik: Ein talentierter, bescheidener Töpfer (Himansu Rai) verliebt sich um 1600 im Norden Indiens in ein Waisenmädchen unbekannter Herkunft (Enakshi Rama Rau). Als es von Sklavenhändlern geraubt, an den Herrscher von Agra verkauft wird, scheut der Handwerker keine Gefahr, um ihr Wohl zu sichern.

Die unglückliche Liebesgeschichte erzählt die Legende um den Bau des berühmten indischen Wahrzeichens Taj Mahal und präsentiert poetische Bilder in der vom BFI hervorragend restaurierten Fassung im ursprünglichen Glanz. Die neue Musik komponierte die Sitar-Musikerin Anoushka Shankar. – Ab 14.

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