© Collection Christophe L (Michel Piccoli in "Die Dinge des Lebens" von Claude Sautet aus dem Jahr 1970

Der erstaunliche Monsieur Piccoli

Dienstag, 19.05.2020

Ein Porträt des am 12.5.2020 verstorbenen Schauspielers - bis 18.6. in der arte Mediathek

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Im stolzen Alter von 94 Jahren ist am 12.5. der Schauspieler Michel Piccoli gestorben - ein Künstler, der rund sechzig Jahre lang eines der markantesten Gesichter des europäischen Autoren-Kinos war. Arte präsentiert in Erinnerung an Piccoli ein 2015 entstandenes dokumentarisches Porträt von Yves Jeuland, das Leben und Werk der Ikone Revue passieren lässt.

Als Sohn einer italienisch-stämmigen Musikerfamilie 1925 in Paris geboren, startete Piccoli seine Karriere nach dem Schauspielstudium zunächst beim Theater und ab den 1960ern dann auch beim Film, wo er im Laufe der nächsten Jahrzehnte mit einer Reihe von Filmemachern zusammenarbeitete, die sich wie ein "Who's Who" der vor allem französischen, aber auch anderer europäischer Regie-Größen liest, von Luis Buñuel über Theo Angelopoulos, Manoel de Oliveira und Marco Bellocchio bis hin zu Jean-Luc Godard und Claude Sautet, der über ihn gesagt haben soll: "Piccoli ist der einzige Schauspieler, der aussieht wie Don Juan, aber auch Dreckskerle spielt." Der Dokumentarfilm beleuchtet Piccolis einzigartige Karriere vornehmlich über seine Zusammenarbeiten mit Buñuel (u.a. "Der diskrete Charme der Bourgeoisie"), Marco Ferreri (u.a. "Das große Fressen") und Sautet (u.a. "Die Dinge des Lebens"). - Ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek


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