Mit dem düsteren Spielerdrama inszenierte der 26-jährige Paul Thomas Anderson im Jahr 1996 sein Spielfilmdebüt. Dieses trägt zwar im Vergleich zu seinen späteren perfektionistischen Arbeiten noch die raue Handschrift des Erstlingsregisseurs, zumal Anderson nur begrenzt Mitspracherecht über die finale Schnittfassung hatte. Es weist ihn aber bereits als außergewöhnliches Talent aus und startete seine Zusammenarbeit mit Kameramann Robert Elswit sowie den Darstellern John C. Reilly, Philip Seymour Hoffman und Melora Walters.
Die Hauptfigur ist der alternde Berufsspieler Sydney (Philip Baker Hall), der den jungen John (John C. Reilly) unter seine Fittiche nimmt, als dieser sich das Geld für das Begräbnis seiner Mutter verdienen muss. Bald sind beide ein Team, doch die von beiden hofierte Casino-Angestellte Clementine (Gwyneth Paltrow) treibt einen Keil zwischen sie.
Das in kalten Bildern von Casinos schwelgende Drama orientiert sich in der Stimmung an den fatalistischen Werken von Jean-Pierre Melville und verbindet dies mit einem präzise entfalteten Vater-Sohn-Konflikt. – Ab 16.