© arte/Céline Nieszawer

120 BPM

Mittwoch, 18.05.2022

Packendes Historiendrama um „Act up“-Aktivisten - bis 31.5. in der arte-Mediathek

Diskussion

Anfang der 1990er-Jahre schlossen sich in Paris an AIDS erkrankte Menschen und ihre Angehörige zu der Protestbewegung „Act up“ zusammen, um für mehr Transparenz in der Forschung und ein größeres Engagement in der Prävention zu protestieren.

Das packend inszenierte Drama „120 BPM“ (21.55-00.10) von Robin Campillo folgt einigen homosexuellen Aktivisten, von denen sich zwei ineinander verlieben und den schleichenden Verlauf der Krankheit gemeinsam durchleiden.

Aus der beeindruckenden Montage aus Erinnern und Erleben, Vergangenem und Gegenwärtigem resultiert eine außergewöhnliche Unmittelbarkeit, geprägt von Leichtigkeit, aber auch von großer Kraft. Dabei bezieht der Film engagiert Partei und wird selbst zum Aktivisten.

Im Anschluss blickt die filmkundliche Reihe „Es war einmal…“ (00.10-01.05) auf die die Entstehungsgeschichte von „BPM 120“ zurück, in dem der Regisseur historische Fakten, eine Liebesgeschichte und persönliche Erinnerungen miteinander verwebt. „Mich interessiert die Beziehung zwischen Privatem und Politischem“, so Campillo. Mit seinem Film wollte er all jenen gerecht werden, die den Kampf gegen Aids führten.

2017 wurde „120 BPM" mit dem Großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen von Cannes sowie mit sechs „Césars“ ausgezeichnet.


18.5., 21.55-00.10, „120 BPM

18.5., 00.10-01.05, „Es war einmal … 120 BPM

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