© Sky/Eye See Movies (aus "Der Pass", ausgezeichnet mit einem Deutschen Fernsehpreis als beste Dramaserie)

Deutscher Fernsehpreis 2020: Preisträger

Mittwoch, 17.06.2020

Unter durch die Corona-Epidemie erschwerten Bedingungen hat eine Fachjury herausragende TV-Sendungen geehrt.

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„Hinter uns liegt eine außergewöhnlich aufregende und vielfältige Reise durch die Programmsaison 2019/20. Der auf 16 Monate ausgeweitete Begutachtungszeitraum war eine der vielen Herausforderungen, denen sich die Jury mit großem Engagement gestellt hat. Nicht zuletzt mussten wir unsere Kommunikation in der entscheidenden Phase corona-bedingt auf den Audio-Modus beschränken“: Auch die Verleihung der Deutschen Fernsehpreise, einer von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF in Kooperation mit der Deutschen Telekom gestifteten Auszeichnung, stand dieses Frühjahr unter dem Zeichen der Pandemie, wie Wolf Bauer, der Juryvorsitzende, verlauten ließ. Nichtsdestotrotz konnte sich die Jury auch im Corona-Jahr auf 27 Auszeichnungen in den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport einigen und auch ihren Sonder- sowie einen Förderpreis vergeben; am 17.6. wurden die Gewinner bekannt gegeben.

Zu den Preisträgern in der Kategorie Fiktion gehört u.a. die herausragende Krimiserie „Der Pass“ (als beste Drama-Serie): ein suggestiv umgesetzter Suspense-Stoff um einen Serienmörder im österreichisch-deutschen Grenzgebiet, der sich als Folklore-Figur Krampus verkleidet, seine Taten als gesellschaftlich-politische Korrekturen verbrämt und ein deutsch-österreichisches Ermittlerteam auf den Plan ruft. Als Comedy-Serie wurde ein deutsches Netflix-Original geehrt: „How to sell drugs online (fast)“ greift lose einen realen Kriminalfall auf und erzählt als Mischung aus Coming-of-Age-Stoff und absurder Krimikomödie von einem Schüler, der sich zusammen mit einem Kumpel erstaunlich erfolgreich als Dealer im Darknet versucht. Netflix legt übrigens ab 21.7.2020 mit einer zweiten Staffel nach.

"how to sell drugs online (fast)"
"how to sell drugs online (fast)" ( © Netflix)

Der Streaming-Anbieter konnte zudem auch mit der Serie „Unorthodox“ punkten: Die Miniserie um eine Jüdin, die vor ihrer orthodoxen Familie nach Berlin flieht, wurde für ihre Ausstattung geehrt. Als bester Mehrteiler wiederum wurde „Preis der Freiheit geehrt, eine Familiensaga um die Zeit der deutsch-deutschen Teilung. Für Barbara Auer, eine der Hauptdarstellerinnen, gab es zudem auch den Preis als beste Schauspielerin.

Den Preis als bester Fernsehfilm konnte das Liebesdrama „Bist du glücklich?“ von Regisseur Max Zähle einheimsen: Laura Tonke und Ronald Zehrfeld brillieren darin als Paar, das sich nach 12 Beziehungs-Jahren getrennt hat und nun bei einer notwendigen gemeinsamen Autofahrt die Zeit ihrer Liebe noch einmal Revue passieren lässt. Der Preis für die beste Regie in der Sparte Fiktion ging an Isabel Kleefeld für ihren Film „Eine harte Tour“, rund um die Bergtour einer Freundesgruppe um die 50, die einen Verstorbenen aus ihrem Kreis ehren will, woraus sich eine Tragikomödie entwickelt.

Sämtliche Preisträger der Deutschen Fernsehpreise finden Sie hier.

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