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Damascus, USA. Der GAU

Donnerstag, 09.07.2020

Die Rekonstruktion einer Beinahe-Katastrophe in einem US-Atomwaffensilo - bis 18.9. in der arte Mediathek

Diskussion

Am 18. September 1980 kommt es in Damascus, Arkansas, zu einem Unfall, der beinahe eine verheerende Katastrophe auslöst: Bei Arbeiten in einem Atomwaffensilo entgleitet einem Arbeiter ein Teil eines Schraubenschlüssels, das nach einem tiefen Fall ein Loch in das Silo reißt. Durch eine Kettenreaktion droht das ganze Gelände zu explodieren – mit einer Sprengkraft, die größer ist als sämtliche im Zweiten Weltkrieg von den US-Streitkräften abgeworfenen Bomben zusammen und die womöglich den gesamten Bundesstaat unbewohnbar gemacht hätte.

Der Dokumentarfilm von Robert Kenner rekonstruiert mit den Mitteln eines nervenzerrenden Thrillers, aber sorgfältig und ohne reißerische Elemente den Tag des Beinahe-GAUs und macht in Interviews mit Beteiligten deutlich, wie hilflos die Silo-Arbeiter, aber auch die zuständigen Behörden der Situation gegenüberstanden. Dass es nicht zur Katastrophe kam, schreiben die im Film zu Worte kommenden Experten einer glücklichen Entwicklung zu, mit der kaum zu rechnen war. So sieht der Film auch im glimpflichen Ausgang des Unfalls – der in der Geschichte der Atomkraft beileibe kein Einzelfall war – keinen Grund zur Entspannung. Vielmehr verweist er eindrücklich auf die bis heute bestehende Gefahr, die Atomwaffen auch in Friedenszeiten darstellen. – Sehenswert ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek

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