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Memento (Tele5)

Mittwoch, 15.07.2020

31.7., 0.15-02.15, Tele5

Diskussion

Am Anfang steht das Ende der Geschichte. Man sieht das Polaroid-Foto eines Mannes, dem von hinten in den Kopf geschossen wurde. Langsam verbleicht das Foto, während der Entwicklungsprozess rückwärts verläuft, bis schließlich das Bild den Blick auf die reale Leiche frei gibt. Plötzlich fällt ein Schuss, und der ehemals Tote weilt wieder unter den Lebenden.

Die Eingangssequenz des Films, mit dem Regisseur Christopher Nolan 2000 international bekannt wurde, gibt die Richtung der gesamten Erzählung vor: Ausgehend von dem Mord an dem zu diesem Zeitpunkt unbekannten Mann, dringt der Film immer tiefer in die Vergangenheit, an die sich der Held des Films, der ehemalige Versicherungsagent Leonard (Guy Pierce), selbst nicht erinnern kann: Leonard leidet unter chronischem Gedächtnisverlust, seit seine Frau vergewaltigt und ermordet wurde; mit Hilfe von Polaroid-Bildern und Tätowierungen als Memos versucht er, den Täter zu ermitteln. Doch gestaltet sich diese Suche als Umherirren in einem Dickicht aus Intrigen, in dem er niemanden trauen kann – noch nicht einmal sich selbst. Ein brillanter Thriller, der die Zuschauer suggestiv an der Orientierungslosigkeit des Helden Anteil nehmen lässt.

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