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Abrechnung in Tokio

Freitag, 17.07.2020

Ein Klassiker des japanischen Yakuza-Genrekinos aus dem Jahr 1966 - bis 29.8. in der arte Mediathek

Diskussion

Ein auch unter dem Titel "Tokyo Drifter - Der Mann aus Tokio" bekannter Klassiker des japanischen Yakuza-Genrekinos aus dem Jahr 1966, inszeniert von Seijun Suzuki. Bereits der Titelsong erklärt, was ein "Tokyo Drifter" ist: ein Vagabund, der alles hinter sich lässt, der seinen Weg geht, auf dem ihm keiner folgen kann, der damit rechnet - ja fast darum bittet -, dass man ihm keine Träne nachweint. Tetsu (Tetsuya Watari) ist solch ein Vagabund. Sein Boss zieht sich aus dem Gangstergeschäft zurück, damit ist auch für ihn, den treuen Untergebenen, das Dasein als Yakuza vorbei. So glaubt er zumindest. Als dann aber sein Chef von einer anderen Yakuza-Gruppe hereingelegt wird, hilft er ihm aus der Klemme. Fortan ist Tetsu auf der Flucht vor deren Häschern. Die Killer verfolgen ihn in die verschneiten Berge, dann in eine Hafenstadt, schließlich wieder zurück nach Tokyo - doch Tetsu weiß sich zu wehren...

Eine Gangster-Ballade über das Töten und die Einsamkeit, erzählt in knallbunten Farben, die sich zu einer grellen Symbolik verdichten. Sie spielt durchaus geschickt mit den eigenen filmischen Mitteln und steckt voller Verweise auf den Gangsterfilm - speziell den "existentialistischen" französischen der 1960er Jahre. - Ab 16.

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