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Von Menschen und Göttern

Mittwoch, 23.09.2020

Drama um ermordete Mönche in Algerien - bis 26. September in der 3sat-Mediathek

Diskussion

Im Jahr 1996 wurden im Altasgebirge in Algerien sieben Trappistenmönche ermordet, was den Islamisten zugeschrieben wurde, die das Land in den 1990er-Jahren mit fundamentalistischem Terror überzogen. Xavier Beauvois‘ Drama, 2010 in Cannes mit dem großen Preis der Jury geehrt, rollt die Geschichte dieses Attentats auf: Die neun aus Frankreich stammenden wussten lange im Voruas, dass sie und ihr Kloster „Notre Dame d’Atlas“, eigentlich ein friedvoller Ort, zum Ziel der um sich greifenden extremistischen Aggressionen werden könnten; der Film fokussiert auf das Ringen der Mönche darum, ob sie ihr Kloster angesichts der Gefährdung aufgeben und fliehen oder aus Solidarität mit den Menschen in der Region bleiben und damit ihren Tod riskieren sollen. Todesangst und Glaubenszweifel zerren an den Seelen der Mönche, bis sie schließlich zu der Überzeugung zu gelangen, dass ihre Solidarität mit den Menschen und ihre Liebe zu Gott größer sind als alle Gefahren.

Mit großem ästhetischem Gespür gedreht, ordnet sich die Filmsprache stets dem Rhythmus des klösterlichen Lebens unter und gewinnt dadurch den Raum, sich auf die christlich-theologischen Dimensionen der Entscheidungsfindung einzulassen. - Sehenswert ab 14.


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