© imago images/United Archives

Last Action Hero (ZDF)

Mittwoch, 21.07.2021

31.7., 23.15-1.15, ZDF

Diskussion

In „Terminator 2“ war es ein kleiner Junge, der dem Maschinenwesen klarmachte, dass es nicht okay ist, Menschen wie Vieh abzuschlagen. In „Last Action Hero“ ist es ein Elfjähriger (Austin O. Brien), der dem unbesiegbaren Superhelden den Unterschied zwischen der Illusionswelt des Kinos und der harten Wirklichkeit erklärt. Wobei es kein Zufall ist, dass in beiden Filmen Amold Schwarzenegger den Part des lernfähigen Heros spielt. Der österreichische Superstar hat schon früh eine gewissen Lässigkeit in die Darstellung martialischen Machotums miteinfließen lassen, die den Schauspieler und seine Figuren ein Stück weit aus den Konventionen des Actionfilms befreiten.

„Last Action Hero“ von John Tiernan aus dem Jahr 1993 war ein ehrgeiziges Unterfangen: die Story eines Supermanns, aber auch die Geschichte vom Goliath, der sich durch ei nen kleinen David in den Schatten stellen lässt; ein Film im Film, der fortwährend mit den Erinnerungen eines Filmfreaks spielt; und schließlich ein Film, der das Genre verkompliziert und dessen naive Funktionsweise in Frage stellt.

Auf der Ebene des Drehbuchs funktioniert das vielleicht sogar besser als auf der Leinwand, doch der Ansatz, Kino-Stunts als Illusion durchschaubar zu machen und auf die allzu redundante Brutalität des Genres zugunsten parodistischer Action-Tricks zu verzichten, ist eine sympathische Abweichung vom Klischee. – Ab 14.

Filmdetails
Kommentar verfassen

Kommentieren