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Sommersby (arte)

Donnerstag, 03.06.2021

13.6., 20.15-22.00, arte

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Mit dem Historienmelodram „Sommersby“ beginnt arte einen Themenabend, der sich der US-amerikanischen Schauspielerin Jodie Foster widmet. In dem Film von Jon Amiel spielt sie Laurel Sommersby, die nach dem amerikanischen Bürgerkrieg in einer Stadt in Tennessee die Rückkehr ihres Mannes Jack (Richard Gere) erwartet. Dieser taucht innerlich scheinbar völlig gewandelt eines Tages bei ihr auf: War er vor dem Krieg ein selbstbezogener und reaktionärer Mann, erscheint er nun nicht nur gegenüber seiner Frau sensibler, er bemüht sich auch darum, der Gemeinde wieder aufzuhelfen. Allmählich wachsende Zweifel an seiner Identität und sein Konflikt mit der rassistischen Umwelt führen jedoch schließlich zu einem Prozess.

Basierend auf Grundlinien des französischen Films Die Rückkehr des Martin Guerre transponiert Jon Amiel die Geschichte in ein anderes Milieu und rückt Wandlung und Wachsen der ehelichen Beziehung des Helden in den Mittelpunkt. Starke Leistungen der Hauptdarsteller und die an der melancholischen Opulenz alter Technicolor-Panoramen des amerikanischen Südens orientierte Fotografie von Philippe Rousselot machen diese Neufassung des bekannten Stoffes zu einem anrührenden Drama menschlicher Selbstzweifel und ihrer Überwindung. – Ab 16.

Im Anschluss zeigt arte eine neue Dokumentation über die Karriere von Jodie Foster mit dem Titel „Hollywoods Alleskönnerin“. Darin wird der erstaunliche Aufstieg einer Schauspielerin nachgezeichnet, die als Kind in harmlosen Komödien begann, mit ihrer Rolle als jugendliche Prostituierte in Taxi Driver große Beachtung und Anerkennung erfuhr, darüber aber zunächst auch in berufliche und private Krisen geriet. Nach einer Phase der wenig erfolgreichen Filme eroberte sie sich mit zwei „Oscars“ ab den späten 1980er-Jahren den Starruhm zurück und steuerte dem Ausbleiben guter Rollenangebote entgegen, indem sie auch Regie-Ambitionen zeigte. Zudem würdigt die Doku Jodie Fosters ikonischen Status.

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