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Paris Calligrammes

Dienstag, 15.06.2021

Die Filmemacherin Ulrike Ottinger erinnert sich an ihre „Exil“-Jahre in Paris - bis 13.7. in der ZDF-Mediathek

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Die Filmemacherin Ulrike Ottinger (Jahrgang 1942) erinnert sich an ihre „Exil“-Jahre in Paris, wo sie zwischen 1962 und 1969 inmitten der künstlerischen wie intellektuellen Bohème Wurzeln schlug und die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Umbrüche jener Zeit in sich aufnahm. Ein Ausgangspunkt war dabei für sie ein Buchladen in Saint-Germain-des-Près, der nach dem Gedichtband „Calligrammes“ von Guillaume Apollinaire benannt war.

In Gestalt einer prächtig „collagierten Erinnerungslandschaft“ verknüpft der Film historische Fotos, Filme, Zeitungsausschnitte, Töne und Musiken mit Ottingers eigenen Arbeiten zu einem Soziogramm ihrer Zeit als bildende Künstlerin in Paris. In acht Kapiteln entwirft der Film eine Kartografie „ihrer“ Stadt: von den berühmten Museen auf dem rechten Seine-Ufer über die versteckten Künstlerateliers von Montparnasse, die Cafés der Existenzialisten in Saint-Germain-des-Près und die Jazzkeller im Quartier Latin bis zu der neu eröffneten Cinémathèque française im Trocadéro-Palast, in der sie ihre Liebe zum Kino entdeckte. – Sehenswert ab 16.


Hier geht es zum Streaming zu "Paris Calligrammes" in der ZDF-Mediathek.


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