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Serie: Die Meute (arte)

Donnerstag, 10.06.2021

24.6., 22.00-00.30 (Folge 1-3), arte

Diskussion

Ähnlich wie schon in seinem Film „Der Clan“ setzt sich der chilenische Filmemacher PabloLarraín in der Miniserie „Die Meute“, die er zusammen mit seinem Bruder Juan de Dios Larraín produziert hat, mit dem Reizthema „sexueller Missbrauch“ auseinander. Während es im Film um den Kindesmissbrauch durch Priester ging, steht nun männliche Gewalt gegen Frauen im Fokus; festgemacht an einer Schule in Santiago de Chile, einem katholisches Gymnasium: Schülerinnen protestieren lautstark gegen Missbrauch und sexualisierte Gewalt gegen Frauen (nicht nur) an der Institution; die Mädchen beschuldigen den Schauspiellehrer Ossandón, seine Vertrauens- und Machtposition missbraucht zu haben.

Die Schulleitung versucht zunächst, die Proteste zu ignorieren; doch ein Schulpsychologe nimmt die Anschuldigungen der Schülerinnen ernst. Der Fall spitzt sich zu, als die Polizei in einer alten Fabrikhalle auf Indizien einer Gruppenvergewaltigung stößt. Zwei Kommissarinnen sehen eine Verbindung zwischen der Gewalttat und den Schulprotesten und beginnen dahingehend zu ermitteln, nicht zuletzt, weil eine Wortführerin der Proteste spurlos verschwunden ist. Deren Schwester spürt ebenfalls den Ereignissen nach und stößt im Darknet auf Erschreckendes…

Inszeniert hat die Serie nicht Pablo Larraín selbst, sondern ein Team anderer lateinamerikanischer Regisseure, zu denen u.a. die junge chilenische Regisseurin Marialy Rivas sowie die Argentinierin Lucía Puenzo gehören, die 2007 mit dem Film „XXY“ ein überragendes Debüt hingelegt hatte. Arte zeigt drei Folgen der achtteiligen Krimiserie am 24.6., die weiteren Folgen an den beiden nächsten Donnerstagen. Außerdem ist die komplette Serie ab 17.6. komplett in der arte Mediathek verfügbar.

Hier geht es zur Serie in der arte Mediathek

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