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Kokon

Samstag, 18.09.2021

Pubertätsdrama einer 14-Jährigen aus Berlin, die die Liebe zu einer Mitschülerin erlebt - bis 6.11. in der ZDF Mediathek

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Der Titel verrät es so überdeutlich, dass es schon beinahe schmerzt: „Kokon“ handelt vom Übergang schlechthin, vom versponnenen Zustand zwischen Kindheit und jungem Erwachsensein. Die 14-jährige Nora ( Lena Urzendowsky) breitet im Laufe des Films nicht nur selbst ihre Flügel aus, sie hat auch noch das plakativste Hobby, das einem auf Anhieb als Spiegelbild dazu einfallen mag: Sie hält sich Raupen exotischer Falter in Einmachgläsern.

Nora ist eine introvertierte 14-jährige Berlinerin; außerhalb der Schule zieht sie im Hitzesommer 2018 meist mit der Clique ihrer älteren Schwester los, bei der sie jedoch unsichtbares Anhängsel bleibt. Als die Pubertät bei ihr einsetzt und sie sich in eine Mitschülerin verliebt, beginnt die Jugendliche jedoch, auf eigenen Pfaden zu wandeln. Ein stimmungsvolles Drama von Regisseurin Leonie Krippendorff über den Start ins Erwachsenenleben, das die bildlich sichtbare Hitze nutzt, um den flirrenden Zustand der jungen Figuren zu spiegeln. Im Einsatz der Metaphorik etwas überdeutlich und gegen Ende etwas schwerfällig, überzeugt der ruhig entwickelte Film durch seine konsequente Einlassung auf die Perspektive der Protagonistin. - Ab 14.


Hier geht es zum Film in der ZDF Mediathek

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