© Lupa Film/Hanno Lentz ("Fabian oder Der Gang vor die Hunde")

Deutscher Filmpreis – Nominierungen

Donnerstag, 19.08.2021

Am 1. Oktober werden in Berlin im Palais beim Funkturm die Deutschen Filmpreise vergeben. Favorit ist die Erich-Kästner-Verfilmung „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ mit insgesamt 10 Nominierungen.

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Am 1. Oktober werden in Berlin im Palais beim Funkturm die Deutschen Filmpreise vergeben. Favorit ist die Erich-Kästner-Verfilmung „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ mit insgesamt 10 Nominierungen.


Dominik Grafs Erich-Kästner-Verfilmung „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ geht als großer Favorit in das Rennen um die Deutschen Filmpreise, die am 1. Oktober im Palais am Funkturm in Berlin verliehen werden. Bei der Bekanntgabe der Nominierten am 19. August durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters und den Präsidenten der Deutschen Filmakademie, Ulrich Matthes, fielen insgesamt zehn Nominierungen auf die Literaturverfilmung über die späte Weimar Republik, darunter neben denen für den Besten Spielfilm, die Beste Regie und das Beste Drehbuch auch für die Beste Bildgestaltung durch den Kameramann Hanno Lentz.

Zu den schärfsten Konkurrenten um die „Lolas“ zählen das Science-Fiction-Drama „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader mit fünf Nominierungen sowie die Neuverfilmung des Romans „Schachnovelle“ durch Phillip Stölzl, die erst am 23. September in den Kinos anläuft und insgesamt sieben Nominierungen auf sich vereinen konnte.

Die Fassbinder-Hommage „Enfant terrible“ Oscar Roehler erhielt zwar auch vier Nominierungen, allerdings mit Oliver Masucci als Bester männlicher Hauptdarsteller nur in einer Hauptkategorie; die Endzeitparabel „Tides“ von Tim Fehlbaum sammelte in den technischen Kategorien sogar sechs Nominierungen ein.


Ehrenpreis für Senta Berger

Insgesamt teilen sich 17 Filme die 58 Nominierungen, unter denen die Komödie „Nightlife“ von Simon Verhoeven als erster Gewinner schon feststeht; er erhält die Lola als „Besucherstärkster Film“; in Pandemiezeiten lockte er immerhin 1,3 Millionen Zuschauer in die Kinos; auch die Auszeichnung von Senta Berger mit dem Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises für herausragende Verdienste um den deutschen Film steht schon länger fest.

Für die besondere Qualität der Filme spricht auch der Umstand, dass einzelne Werke wie „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Maria Speth nicht nur als Bester Dokumentarfilm, sondern auch in der Kategorie „Beste Regie“ auftaucht, oder „Jim Knopf und die Wilde 13“ neben dem „Besten Kinderfilm“ auch für die Kategorien „Bestes Kostümbild“, „Beste Filmmusik“ und „Beste visuelle Effekte“ ausgewählt wurde.

Der Deutsche Filmpreis ist mit Preisgeldern von knapp drei Millionen Euro die höchstdotierte Auszeichnung für den deutschen Film; die Prämien sind für die Erstellung eines neuen Films reserviert. Dabei sind bereits die sechs Nominierungen für "Bester Spielfilm" mit einen Preisgeld von jeweils 250.000 Euro verbunden; die beiden nominierten Kinderfilme erhalten jeweils 125.000 Euro, die drei Dokumentarfilm 100.000 Euro.

Der 71. Deutsche Filmpreis wird am 1. Oktober 2021 im Palais am Funkturm verliehen; das ZDF zeichnet die Gala auf und sendet sie am gleichen Abend ab 23 Uhr. Moderiert wird die Preisverleihung von dem Schauspieler und Musiker Daniel Donskoy. Veranstalter ist die Deutsche Filmakademie in Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.


Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2021


Bester Spielfilm

Curveball – Wir machen die Wahrheit

Fabian oder Der Gang vor die Hunde

Ich bin dein Mensch

Je suis Karl

Schachnovelle

Und morgen die ganze Welt

"Schachnovelle" von Philipp Stölzl (Studiocanal)
"Schachnovelle" von Philipp Stölzl (© Studiocanal)

Bester Dokumentarfilm

Herr Bachmann und seine Klasse

Space Dogs

Walchensee Forever


Bester Kinderfilm

Die Adern der Welt

Jim Knopf und die Wilde 13


Bestes Drehbuch

Oliver Keidel, Johannes Naber für „Curveball – Wir machen die Wahrheit“

Constantin Lieb, Dominik Graf für „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Jan Schomburg, Maria Schrader für “Ich bin dein Mensch“


Beste Regie

Dominik Graf für „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Maria Schrader für „Ich bin dein Mensch“

Maria Speth für „Herr Bachmann und seine Klasse“


Beste weibliche Hauptrolle

Maren Eggert in „Ich bin dein Mensch“

Saskia Rosendahl in „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Luna Wedler in „Je suis Karl“

Lula Wedler, Jannis Niewöhner in "Je suis Karl" (Pandora/Sammy Hart)
Lula Wedler, Jannis Niewöhner in "Je suis Karl" (© Pandora/Sammy Hart)

Beste männliche Hauptrolle

Oliver Masucci in „Enfant terrible“

Jannis Niewöhner in „Je suis Karl“

Dan Stevens in „Ich bin dein Mensch“


Beste weibliche Nebenrolle

Meret Becker in „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Lorna Ishema in „Ivie wie Ivie“

Birgit Minichmayr in „Schachnovelle“


Beste männliche Nebenrolle

Thorsten Merten in „Curveball – Wir machen die Wahrheit“

Milan Peschel in „Je suis Karl“

Hary Prinz in „Enfant terrible


Beste Kamera / Bildgestaltung

Frank Griebe für “Home“

Michael Kotschi für „One Of These Days“

Hanno Lentz für „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“


Bester Schnitt

Andrew Bird in „A Symphony Of Noise“

Anja Pohl in „Walchensee Forever“

Claudia Wolscht in „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

"Walchensee forever" (FlareFilm)
"Walchensee forever" (© FlareFilm)

Bestes Szenenbild

Matthias Müsse in „Schachnovelle“

Claus Jürgen Pfeiffer „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Julian R. Wagner für „Tides“


Bestes Kostümbild

Barbara Grupp in „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Tanja Hausner in „Schachnovelle“

Anke Winckler in „Jim Knopf und die Wilde 13“

Leonie Zykan in „Tides“


Bestes Maskenbild

Nannie Gebhardt-Seele, Anna Freund in „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Sabine Schumann in „Tides“

Daniela Skala in „Schachnovelle“


Beste Filmmusik

Lorenz Dangel in „Tides“

Martin Todsharow in „Enfant terrible“

Ralf Wengenmayr, Marvin Miller in „Jim Knopf und die Wilde 13“

"Tides" von Tim Fehlbaum (BerghausWöbke/Gordon Timpen)
"Tides" von Tim Fehlbaum (© BerghausWöbke/Gordon Timpen)


Beste Tongestaltung

Pascal Capitolin, Richard Borowski in „A Symphony Of Noise“

Lars Ginzel, Frank Kruse, Markus Stemler in „Tides“

Jonathan Schorr, Simon Peter, Tobias Adam in „Space Dogs“

Gunnar Voigt, Jan Petzold, Martin Steyer in „Schachnovelle“

Roland Winke, Lars Ginzel, Noemi Hampel, Dominik Schleier in „Nebenan“

Andreas Wölki, Hubertus Rath, Kai Tebbel in „Enfant terrible“


Beste visuelle Effekte

Denis Behnke in „Tides“

Frank Schlegel in „Jim Knopf und die Wilde 13“

Michael Wortmann in „Schachnovelle“


Ehrenpreis für herausragende Verdienste

Senta Berger


Besucherstärkster Film

Nightlife von Simon Verhoeven

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