© Kirchliches Filmfestival/Michaela Kiepe (Kai-Uwe Theveßen, Harald Wagner, Marc Gutzeit, Julia Borries und Roland Wanke, v.l.)

Unbequeme Filme - Kirchliches Filmfestival Recklinghausen

Sonntag, 12.09.2021

Das 12. Kirchliche Filmfestival Recklinghausen beschreitet vom 29. September bis 3. Oktober neue Wege

Diskussion

Das Kirchliche Filmfestival Recklinghausen beschreitet neue Wege, inhaltlich wie organisatorisch. Der neue Titel „Unbequeme Filme“ (29.9.-3.10.) will das Publikum nicht abschrecken, sondern darauf einstimmen, dass es in den Beiträgen um relevante Themen und drängende Fragen geht. Zugleich weitet das Festival seine Abspielbasis im Cineworld in Recklinghausen und bezieht die Pauluskirche in Marl, die dortige Kunsthalle plus die Stadtbibliothek mit ein.


Das 12. Kirchliche Filmfestival Recklinghausen (29.9.-3.10.) rollt zunächst an der Pauluskirche in Marl und ab dem 1. Oktober am Cineworld in Recklinghausen den roten Teppich aus. Von knapp 50 Filmen haben die Mitglieder des Arbeitskreises Kirche & Kino des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen 15 Spiel- und Dokumentarfilme ausgewählt.

Schwerpunkte sind zum einen Filme zum Thema Klimagerechtigkeit und Jugendprotest. So wird das Festival mit dem Dokumentarfilm „Now“ von Jim Rakete eröffnet, in dem sich junge Klimaaktivisten zu Wort melden. Ein zweiter Fokus liegt auf Filmen zur Situation von Familien. Etwa „Nowhere Special“ von Uberto Pasolini, dessen filmische Poesie aus alltäglichen Momenten von einem alleinerziehenden Vater erzählt, der nach einer Krebsdiagnose eine neue Familie für seinen vierjährigen Sohn sucht.

Die Kinderjury vergibt ihren Preis „Der grüne Zweig“ an den deutsch-slowakischen Film „Sommer-Rebellen“ von Martina Saková; der Jugendfilmpreis geht an den Spielfilm „Ein bisschen bleiben wir noch“ von Arash T. Riahi.

In allen Filmen spielt die Frage nach dem Sozialen als der Basis von Gemeinschaft eine große Rolle, aber auch, was das Zusammenleben gefährdet.

Zum Abschluss präsentiert das Festival mit „Das neue Evangelium“ einen neuen „Jesusfilm“, in dem Regisseur Milo Rau die biblische Geschichte in die Gegenwart transferiert.

Erstmals verlässt das Festival mit der neuen Spielstätte in Marl die Stadtgrenzen von Recklinghausen. „Wir starten mit unserem Programm in der evangelischen Pauluskirche in Marl. Damit vergrößern wir uns und gehen weiter in die Fläche“, erläutert Marc Gutzeit, der gemeinsam mit Julia Borries, Harald Wagner und Joachim van Eickels das Festival als Veranstalter leitet.


Hinweise

Das komplette Programm sowie Details zum Vorverkauf der Tickets gibt es auf der Internetseite des Kirchlichen Filmfestivals Recklinghausen.

Eintrittskarten für die Filme in der Pauluskirche (am 29. und 30. September) gibt es in der Buchhandlung „Victoria Buch am Schacht“ in Marl sowie montags und donnerstags von 16 Uhr bis 18 Uhr im Cineworld in Recklinghausen. Zudem können Tickets für bis zu fünf Tage per E-Mail reserviert werden. Anschließend können sie in der Buchhandlung oder montags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Cineworld gegen Barzahlung abgeholt werden.

Karten für die Vorstellungen im Cineworld sind an der Kasse des Kinos sowie online erhältlich.

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