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Snoop Dogg – The Dogfather

Mittwoch, 29.09.2021

Doku über den US-Gansta-Rappers Snoop Dogg - bis 31.10. in der arte-Mediathek

Diskussion

Der US-amerikanische Rapper Snoop Dogg (Jahrgang 1971) ist eine Legende, die den Gangsta-Rap massentauglich gemacht hat. Er genießt das Image eines gefährlichen Rappers und versucht sich als Pornoproduzent. Oft wird ihm vorgeworfen, Bandengewalt und Kriminalität zu verherrlichen. Aber er kann auch anders. So zeigt er sich backend in einer Kochshow oder im harmonischen Familienleben.

Calvin Cordozar Broadus Jr, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, wuchs in einem der Vororte von Los Angeles auf, wo Gang- und Polizeigewalt den Alltag bestimmen. Für Schwarze gibt es hier kaum Perspektiven. Doch schon mit seinem ersten Album „Doggystyle“ wurde der junge Rapper über Nacht zum Superstar. Zeitgleich musste er sich einer Anklage wegen Mordes stellen. Heute ist Snoop Dogg mehr als ein Rapper; sein Mitteilungsbedürfnis ist ungebrochen. Alles, was er tut, wird zum öffentlichen Forum. Dabei verbindet sich sein familiärer Charme mit der Coolness der Straße. „Uncle Snoop“ ist eine Marke, deren Wert seine Authentizität ist – ganz gleich, ob er Gospel singt, in Filmen mitspielt oder eine Football League für Kids von der Straße gründet.

Die Dokumentation von Henrike Sandner folgt den wichtigsten Stationen im Leben des Musikers. Gleichzeitig wird aber auch die Lebenswirklichkeit in den afroamerikanischen Armenvierteln und das Gangsta-Rap-Genre beleuchtet. Warum ist es so erfolgreich und was macht der Erfolg mit den Künstlern? Ein Spannungsbogen zwischen Gewalt und Reichtum, Kommerz und Authentizität, Anspruch und Realität. – Ab 16.


Zum Streaming des Films in der arte-Mediathek


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