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Was uns bindet (3sat)

Montag, 27.09.2021

11.10., 22.25-00.10, 3sat (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Diskussion

2017 ging der Preis für den besten österreichischen Dokumentarfilm bei der Diagonale an den Film „Was uns bindet“ von Ivette Löcker. Die Dokumentaristin zeichnet darin ein mutiges Porträt ihrer Familie, öffnet aber auch den Blick auf das Grundkonstrukt „Familie“ an sich.

Ivette Löcker lebt in Berlin. Ihre Eltern vererben ihr und ihrer Schwester ein Bauernhaus in den Salzburger Bergen. Löcker fährt zu ihrer Familie nach Österreich, wo das renovierungsbedürftige Haus übergeben werden soll. Wie stark ist sie noch an die Familie gebunden? Gibt es Gemeinsamkeiten jenseits des Heimatorts? Oder besteht die einzige Verbindung über die gemeinsamen Besitztümer?

Wie brüchig die Familie ist, zeigt sich an Löckers Eltern. Sie leben zwar noch in diesem Haus, sind innerlich aber schon lange voneinander getrennt. Die unglückliche Ehe belastet Eltern wie Töchter gleichermaßen. So wie das Haus, das zwar noch steht, aber vom Schimmel befallen ist und an vielen Stellen repariert werden müsste, so steht es auch um die Familie, in der ebenfalls Risse repariert werden müssten.

Mit ihrer autobiografischen Familienerzählung schafft Löcker ein beklemmendes Familienporträt voller Zwischentöne, in dem das Gesagte so wichtig ist wie das Unausgesprochene. – Ab 16.

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