© BBC Studios

Der Nomade - Auf den Spuren von Bruce Chatwin

Mittwoch, 17.11.2021

Eigenwillige Hommage von Werner Herzog an seinen Freund Bruce Chatwin - bis 27.11.2022 in der arte Mediathek

Diskussion

In dem umfangreichen Oeuvre des deutschen Filmemachers Werner Herzog finden sich nicht eben wenige zutiefst persönliche Projekte, in denen er seine Vorlieben, Obsessionen und insbesondere eigenwillige, aber oft faszinierende Gedanken zur Welt ausgebreitet hat. Dennoch nimmt „Der Nomade“ eine Sonderstellung in Herzogs Werk ein, denn die Annäherung an seinen Freund Bruce Chatwin ist ein intimer Dialog zweier eng verwandter Seelen in Worten und Bildsprache – eine Art Kontrapunkt auch zum Hass-Freundschaft-Porträt Mein liebster Feind über Herzog und seinen Schauspielstar Klaus Kinski.

Der britische Schriftsteller und Journalist Chatwin (1940-1989) war ein ruheloser Reisender, der viele Bücher über seine Erkundungen an entlegenen Orten der Welt schrieb. 1989 starb er an AIDS. Zum 30. Todestag des Autors begibt sich Herzog auf eine Spurensuche in Wales, Australien und Patagonien und lässt die Berichte Chatwins über verlorene Kulturen und ewige Suchen mit eigenen Reflexionen (vorgetragen in seinem unnachahmlichen Duktus) in einen vielschichtigen und emotionalen Dialog treten. Jenseits konventioneller Filmbiografien würdigt der Film so eine eigenwillige Sichtweise der Welt und entwickelt sich zur respekt- und liebevollen Hommage. – Ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek

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