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Sorry Angel (arte)

Mittwoch, 17.11.2021

1.12., 20.15-22.25, arte (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Diskussion
Der Franzose Christophe Honoré ist vor allem für seine Filme im Stil der Nouvelle Vague bekannt, die Verspieltheit mit melancholischen Figuren und Reflexionen zum ewigen Thema Liebe verbinden. „Sorry Angel“ ist demgegenüber deutlich ernster und geradliniger, nichtsdestotrotz aber eines von Honorés persönlichsten Werken: Hauptfigur ist der an Aids erkrankte Schriftsteller Jacques (Pierre Deladonchamps), der Mitte der 1990er-Jahre nurmehr mit angezogener Handbremse lebt und liebt. Als Mittdreißiger blickt er bereits auf sein Leben zurück, ohne Erwartungen und Träume. Seine Perspektive wird herausgefordert, als er dem jungen Arthur (Vincent Lacoste) begegnet, der sich ihm mit unerschrockener Hingabe zuwendet.

Auf berührende, aber gänzlich unsentimentale Weise erzählt der Film von zwei Männern, ihrer Liebe und ihrer Sicht auf das Leben. Nebenbei rekapituliert er das Bild dieses bewegten Jahrzehnts durch wichtige Filme, Bücher und Songs. – Ab 16.

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