© Beta Film

Spion für Deutschland (arte)

Mittwoch, 17.11.2021

29.11., 20.15-21.55, arte

Diskussion

Ab den 1950er-Jahren hatte der Schriftsteller Will Berthold einigen Erfolg mit „Tatsachenberichten“, die er in Illustrierten und in Buchform veröffentlichte. Diese gelinde gesagt unsauber recherchierten Stoffe, meist mit Krimi- oder Spionage-Ausrichtung und gern zur Zeit von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg spielend, waren natürlich auch als Vorlagen für Filme interessant, deren beste durchaus effektiv gerieten und aus der Masse des BRD-Kinos hervorstachen.

Hierunter fällt neben dem Serienmörder-Krimi Nachts, wenn der Teufel kamauch der Spionagefilm „Spion für Deutschland“ von Regisseur Werner Klingler und Drehbuchautor Herbert Reinecker. Thema ist der Einsatz des deutschen Agenten Erich Gimpel (Martin Held), der 1944 in die USA geschickt wurde, um mit einem amerikanischen Überläufer (Walter Giller) den möglichen Einsatz der Wasserstoffbombe zu erforschen, und dabei den Amerikanern in die Hände fiel.

Trotz einiger Unglaubwürdigkeiten ist der Fall im Ganzen spannend inszeniert, arbeitet den Apparat des deutschen Abwehrdienstes stimmig heraus und setzt auch den Schauplatz New York attraktiv in Szene. Hinzu kommt eine Reihe vorzüglicher Schauspieler, die der Handlung Profil verleihen. – Ab 14.

Filmdetails
Kommentar verfassen

Kommentieren