In der thüringischen Provinz hat die Glasbläserei eine lange Tradition. Doch schon Ende des 19. Jahrhunderts ist es um den Nachwuchs schlecht bestellt. Da hilft es wenig, dass zwei junge Frauen in die beruflichen Fußstapfen ihrer Familie treten wollen; weibliche Glasbläser sind nicht vorgesehen. Doch die beiden Schwestern wollen sich von den starren Geschlechterrollen nicht beirren lassen.
Zunächst gehen sie aber getrennte Wege: Johanna (Luise Heyer) arbeitet bei dem Glashändler Friedhelm Strobel, Marie (Maria Ehrich) lässt sich als Glasmalerin bei Wilhelm Heimer anstellen, mit dessen Sohn Thomas sie bald verheiratet ist. Doch beide Frauen werden nicht glücklich. Johanna hat Mühe, den Ansprüchen ihres distinguierten Chefs zu genügen, und Heimer nutzt Maries künstlerisches Talent aus; Thomas hingegen entpuppt sich als brutaler Trinker und Schläger.
Die Not schweißt die Schwestern zusammen, und sie beschließen, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Sie widersetzen sich der Tradition, dass Frauen kein Glas blasen dürfen, und führen die Glasbläserei ihres Vaters fort. Zunächst heimlich und dann in offener Konkurrenz zu den Männerbetrieben. Dabei überwinden sie große Widerstände, erfinden auf ihrem Weg die Weihnachtskugel und entdecken jede für sich, was es heißt, wirklich geliebt zu werden.
Ein aufwändig gestaltetes, optisch eindrucksvolles (Fernseh-)Historiendrama von Christiane Balthasar, wenn es auch zum Finale hin etwas sehr auf Harmonie bedacht ist. - Ab 14.