© imago images/Future Image (Preisverleihung bei der Sommer-"Berlinale" 2021)

Träume unterm Himmelszelt - Das Filmjahr 2021 (I)

Dienstag, 28.12.2021

Erster Teil des Rückblicks auf das Filmjahres 2021, das im Kampf gegen Corona anfangs viele Freiheiten zurückerobern konnte

Diskussion

Im späten Frühjahr sah es für alle Bereiche des öffentlichen Lebens zunehmend besser aus. Die Inzidenzen sanken, die Impfkampagne kam in Fahrt, das Leben kehrte in Cafés und auf die Plätze zurück. Auch die Kino öffneten wieder und die Sommer-„Berlinale“ versprach nicht nur in der Hauptstadt bald wieder normalere Zeiten. Rückblick auf die ersten sechs Monate des Filmjahres 2021.


Januar


Am 9. Januar 2021 verstarb in Los Angeles mit 79 Jahren der britische Filmregisseur Michael Apted. Der Regisseur war von 2003 bis 2009 Vorsitzender der renommierten „Directors Guild of America“ (DGA). Erste Lorbeeren erntete Apted in den 1960er-Jahren mit der Doku-Serie „Up“, die das Leben von 14 Kindern bis ins Erwachsenenalter beobachtete. 1980 gelang Apted in Hollywood mit „Nashville Lady“ über die Country-Sängerin Loretta Lynn ein erster großer Erfolg. Später spielte Jodie Foster unter seiner Regie in dem Drama „Nell“ eine isoliert aufgewachsene Frau, die ihre eigene Sprache entwickelt. Apted drehte so unterschiedliche Filme wie den Krimi „Gorky Park“, das Drama „Gorillas im Nebel“ über die Primatenforscherin Diane Fossey, den Surfer-Film „Mavericks“ und das Fantasy-Abenteuer „Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte“. Zuletzt gab Apted 2017 der Schwedin Noomi Rapace die Hauptrolle einer CIA-Agentin in dem Thriller „Unlocked“.


Im Corona-Jahr 2020 haben die deutschen Filmkunsttheater besser abgeschnitten als der Kinofilmmarkt. Zwar sanken die Zahlen bei Besuchern und Umsatz im Vergleich zu 2019 um je gut 63 Prozent. Doch der Gesamtmarkt erlitt ein Minus von rund 69 Prozent. Der Marktanteil der Filmkunstkinos stieg laut AG Kino-Gilde 2020 auf 19 Prozent. Die Top-100-Filme in den deutschen Arthouse-Kinos bestehen aus 28 deutschen, 27 europäischen und 27 US-Produktionen sowie 18 Filmen aus anderen Teilen der Welt. Erfolgreichster Film in den Mitgliederkinos der AG Kino-Gilde war der „Parasite" aus Südkorea, gefolgt von „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" und „Little Women“. Als erfolgreichster Film, der nach dem ersten Lockdown gestartet wurde, erwies sich „Eine Frau mit berauschenden Talenten“, gefolgt von „Undine“.

Erfolgreichster Film nach dem Lockdown: "Eine Frau mit berauschenden Talenten" (Neue Visionen)
Erfolgreichster Film nach dem Lockdown: "Eine Frau mit berauschenden Talenten" (© Neue Visionen)

Lange hatten die Organisatoren des Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken gehofft, eine Hybrid-Ausgabe anbieten zu können, doch dann blieb am Ende nur der Ausweg einer Online-Ausgabe. Das erste deutsche Filmfestival im Jahr 2021 fand coronabedingt vom 17. bis 24. Januar auf einer eigens entwickelten Streaming-Plattform statt, auf der registrierte Nutzer Tickets erwerben und insgesamt 98 Filme sehen konnten. Zur Eröffnung lief mit „A Black Jesus“ erstmals ein Dokumentarfilm. Für die erste Online-Ausgabe des Festivals wurde die Zahl der Filme um ein Drittel reduziert, was vor allem auf Kosten der Nebenreihen ging. Wie 2020 wurden 16 Preise im Gesamtwert von 118.500 Euro vergeben. Überragender Sieger war das Drama „Borga“, das gleich vier Preise gewann: den Hauptpreis, den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film, den Publikumspreis und den Preis der Ökumenischen Jury. Drei Preise sicherte sich der österreichische Film „Fuchs im Bau“ von Arman T. Riahi. Festivalleiterin Svenja Böttger war über die positive Resonanz auf die Online-Edition erfreut. Auf der Plattform gab es 39.054 Filmsichtungen von 12.795 registrierten Nutzern. Es wurden 11.034 Einzeltickets verkauft.


Februar


Mit Christopher Plummer starb am 5. Februar einer der wandlungsfähigsten Schauspieler Hollywoods. 2012 gewann er im Alter von 82 Jahren seinen ersten und einzigen „Oscar“ in seiner langen Karriere – für die beste Nebenrolle in dem Drama „Beginners“. Darin verkörpert er einen Mann, der sich erst nach dem Tod seiner Frau im hohen Alter zu seiner Homosexualität bekennt. Nach ersten Erfolgen im Theater gelang Plummer 1965 seinen Hollywood-Durchbruch als Baron von Trapp an der Seite von Julie Andrews in dem Filmmusical „The Sound of Music - Meine Lieder, meine Träume“. Während seiner mehr 50-jährigen Leinwandkarriere wirkte er in zahlreichen Filmen mit, darunter „Waterloo“, „Der rosarote Panther kehrt zurück“, „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“, „12 Monkeys“ und „Insider“. Zu seinen überzeugendsten Kinoauftritten zählt 2008 die Rolle des Romanciers Leo Tolstoi in „Ein russischer Sommer“ an der Seite von Helen Mirren als dessen Frau. Die Literaturverfilmung von Michael Hoffman erzählt eindrucksvoll vom letzten Lebensjahr des berühmten Dichters auf seinem Landgut im Jahr 1910. 2018 wurde Plummer im Alter von 88 Jahren noch einmal als „Bester Nebendarsteller“ für den „Oscar“ nominiert. In dem Entführungsthriller „Alles Geld der Welt“ spielte er unter der Regie von Ridley Scott den geizigen Ölmilliardär Jean Paul Getty. Ursprünglich war die Rolle mit Kevin Spacey besetzt, doch nach dem Skandal um Belästigungsvorwürfe schnitt Scott den Schauspieler heraus und filmte die Szenen mit Plummer nach. Zu Plummers letzten Auftritten vor der Kamera gehörte die Krimikomödie „Knives Out - Mord ist Familiensache“ (2019) mit Daniel Craig als Privatdetektiv und Plummer als ungeliebtem Familienpatriarchen.


Am 9. Februar verschied in Paris der französische Schriftsteller und Drehbuchautor Jean-Claude Carrière im Alter von 89 Jahren. Im Laufe seiner produktiven Karriere schrieb Carrière Dutzende literarische Werke und Drehbücher sowie zahlreiche Essays. Das Multitalent übersetzte auch Werke von William Shakespeare, arbeitete als Schauspieler und fertigte Zeichnungen an. In den 1960er-Jahren war Carrière an mehreren Filmen beteiligt, die heute als Filmklassiker gelten. So arbeitete er mit den Regisseuren Luis Buñuel, Jacques Deray und Milos Forman zusammen. Für Buñuel schrieb er die Drehbücher zu "Belle de Jour – Schöne des Tages" (1967) und „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ (1972). Auch das Drehbuch für Volker Schlöndorffs Romanadaption „Die Blechtrommel“ stammte von ihm, ebenso die für "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" (1988) und für „Cyrano de Bergerac“ (1990) mit Gérard Depardieu in der Titelrolle. Nach mehreren „Oscar“-Nominierungen gewann Carrière 2015 den Ehren-„Oscar“ für sein Lebenswerk als Drehbuchautor. 2016 folgte der Ehrenpreis der Europäischen Filmakademie.

Ein Multitalent: Jean Carriere (
Ein Multitalent: Jean-Claude Carriere (1931-2021; © imago/Eastnews)

Seine Heimatstadt Frankfurt am Main ehrte den Komponisten und Musiker Hans Zimmer am 12. Februar mit der Goethe-Plakette. Zimmer zählt seit mehr als 30 Jahren zu den einflussreichsten Komponisten in Hollywood. Zimmer „schafft es, Atmosphäre zu verdichten, Bilder zu vertonen und Gefühle in seinen Kompositionen hörbar zu machen", hieß es in der Laudatio. Zimmer wurde 1957 in Frankfurt geboren und lebte dort zwölf Jahre lang. Er komponierte die Musik zu Filmen wie „Der König der Löwen“, „Rain Man“, „Sakrileg“, „Inception“, „Interstellar“, „Dunkirk“ und der Miniserie „Die Bibel“. 2010 bekam er einen Stern auf dem „Walk of Fame“ in Los Angeles. 1995 gewann er für die Musik zu dem Animationsfilm „Der König der Löwen“ den „Oscar“. Er lebt in Los Angeles, kehrte er in den vergangenen Jahren für Konzertauftritte öfters nach Deutschland zurück. Die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt wird seit 1947 vom Magistrat der Stadt an Künstler, Wissenschaftler und andere Persönlichkeiten vergeben.


Eine hochdramatische Bilanz für das Kinojahr 2020 zog die Filmförderanstalt (FFA). Denn Mitte März mussten die deutschen Kinos erstmals in den Lockdown. Erst im Juli durften sie wieder öffnen, erreichten aber nur eine Auslastung von 20 bis 25 Prozent. Im November folgte dann die zweite Schließung der Filmtheater. Der Verkauf der Eintrittskarten sackte um 68 Prozent auf nur noch 80,5 Millionen ab. Der Umsatz fiel um 69 Prozent auf 706 Millionen Euro. „38.094.623 Kinobesuche hat die FFA für 2020 gezählt“, stellte FFA-Vorstand Peter Dinges fest. „Das ist ein sehr schlechtes Ergebnis, wie es in dieser Situation aber zu erwarten war.“ Zwar hätten die Corona-Hilfsprogramme von Bund, Ländern und den Filmförderungen geholfen, die Not zu lindern, doch die Lage der Branche sei „sehr schwierig“. Im Jahr 2020 ging die Zahl der Spielstätten leicht um 6 auf 1.728 zurück; die Zahl der Leinwände stieg um 35 auf 4.926 Stück. Die Folgen der Pandemie, so Dinges, werden sich erst später zeigen. Meistgesehener Film war 2020 der vor dem ersten Lockdown gestartete „Bad Boys For Life“ mit 1,8 Mio. verkauften Tickets; diese Zahl hätte 2019 nicht für einen Platz in den Top 10 gereicht. Platz zwei belegte der US-Thriller „Tenet“, der am 26. August startete und es auf immerhin 1,7 Mio. Eintritte brachte. Insgesamt wurden für US-amerikanische Filme 17,4 Mio. Tickets verkauft, ein Minus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen Lichtblick gab es für den deutschen Film. Weil große US-Filme reihenweise verschoben, blieb mehr Platz für deutsche Produktionen. Zur erfolgreichsten deutschen Produktion avancierte „Nightlife“ von Simon Verhoeven mit 1,4 Mio. Besuchen. Auf dem zweiten Platz landete „Die Känguru-Chroniken“ mit 809.000 Besuchern, gefolgt von „Jim Knopf und die Wilde 13“ mit 782.000 Tickets. Insgesamt wurden für deutsche Filme einschließlich internationaler Co-Produktionen 13,3 Millionen Tickets verkauft, 46 Prozent weniger als 2019. Dagegen wuchs der deutsche Marktanteil auf mehr als 35 Prozent.

Durch Corona ausgeknockt: "Die Känguru-Chroniken" (X-Verleih)
Durch Corona ausgeknockt: "Die Känguru-Chroniken" (© X-Verleih)

Die Preisverleihung des Verbands der deutschen Filmkritik ist immer für eine Überraschung gut. Am 22. Februar zeichneten die Kritikerjurys den Debütfilm „Giraffe“ von Anna Sofie Hartmann als besten Spielfilm des Jahres 2020 aus. Der Film spielt im deutsch-dänischen Grenzgebiet und beschäftigt sich mit Fragen der Migration, der Herkunft und des Zusammenwachsens Europas. Zum besten Dokumentarfilm kürte der Verband „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ von Yulia Lokshina. Bester Kinderfilm wurde „Zu weit weg“ von Sarah Winkenstette. Den Preis für das beste Spielfilmdebüt sicherte sich Melanie Waelde für „Nackte Tiere“. Tom Otte setzte sich mit seinem Kurzfilm „For Reasons Unknown“ durch. Als bester Experimentalfilm wurde „Untitled Sequence of Gaps“ von Vika Kirchenbauer ausgezeichnet. Von den sechs Preisen, die an Filme vergeben werden, gingen damit fünf an Regisseurinnen. Der Preis für das beste Drehbuch gewannen Ulrich Köhler und Henner Winckler für „Das freiwillige Jahr“ vergeben. Mit den Darstellerpreisen wurden Nina Hoss für „Das Vorspiel“ und „Pelikanblut“ sowie Mišel Matičević für seine Darstellung in „Exil“ geehrt. Burhan Qurbanis Romanadaption „Berlin Alexanderplatz“ erhielt zwei Preise: Dascha Dauenhauer für die beste Musik und Philipp Thomas für die beste Montage. Der Preis für die beste Kamera ging an Martin Neumeyer für seine Arbeit an „Kokon“. Mit dem Ehrenpreis zeichnete der Verband die Dokumentarfilmerin Tamara Trampe für ihr Lebenswerk aus.


Parallel zur coronabedingten Verschiebung der Academy Awards um rund zwei Monate gingen auch die 78. Golden Globe Awards mit Verspätung über die Bühne. Statt Anfang Januar fand die Verleihung durch die Hollywood Foreign Press Association (HFPA) am 28. Februar statt. Der Komiker Sacha Baron Cohen gewann mit „Borat 2“ die Auszeichnung für die beste Filmkomödie, die Regisseurin Chloé Zao mit „Nomadland“ die für das beste Filmdrama. Zhao wurde auch als beste Regisseurin geehrt, Cohen als bester Hauptdarsteller in einer Komödie. Der August 2020 an Krebs gestorbene Schauspieler Chadwick Boseman erhielt posthum einen Golden Globe. Den Globe als beste Darstellerin in einem Drama sicherte sich die Schauspielerin Andra Day für ihre Darstellung in „The United States vs. Billie Holiday“. Auf eine Sensation hatte die deutsche Nachwuchshoffnung Helena Zengel gehofft, die als beste Nebendarstellerin nominiert war. Doch am Ende musste sie sich Jodie Foster geschlagen geben, die für ihren Auftritt in „The Mauritanian“ geehrt wurde. Zengel war für ihre Rolle in dem Western „Neues aus der Welt“ an der Seite von Tom Hanks nominiert gewesen. Daniel Kaluuya gewann den Globe als bester Nebendarsteller für seine Rolle in „Judas and the Black Messiah“ als Black-Panther-Aktivist Fred Hampton. Rosamunde Pike erhielt den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical für ihre Leistung in der Satire „I Care A Lot“. Das weitgehend auf Koreanisch gedrehte Familiendrama „Minari“ des US-Regisseur Lee Isaac Chung erhielt den Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film. Die Verleihung ging unter massiven coronabedingten Einschränkungen in Beverly Hills und New York über die Bühne. Moderiert wurde sie von Tina Fey und Amy Poehler. Die Ausrichter kündigten nach scharfer Kritik an ihrer intransparenten Zusammensetzung strukturelle Änderungen an. Insbesondere würden in dem Zusammenschluss der Auslandspresse auch schwarze Journalist/innen gebraucht.


März


Erstmals fand die „Berlinale“, das größte deutsche Filmfestival, 2021 infolge der Corona-Pandemie in zwei Teilen statt. Während das „Industry Online“-Angebot vom 1. bis 5. März nur für Branchenvertreter und eine verringerte Zahl von Journalisten erreichbar war, fand die Publikumsausgabe vom 9. bis 20. Juni in der ganzen Stadt in Kinos und Open-Air-Kinos statt, wobei aber nur etwa die Hälfte der Filme aus der März-Berlinale gezeigt wurden. Kern der Industry-Ausgabe war der European Film Market, der als zweitwichtigster Filmmarkt nach Cannes gilt. Während die Jurys die Preisträger am 6. März bekanntgaben, mussten die Gewinner auf die Preisübergabe vor Publikum bis zur Sommer-Ausgabe warten. Abweichend vom etablierten Procedere setzte sich die Jury des Wettbewerbs aus sechs Berlinale-Gewinnern zusammen: Nadav Lapid, Adina Pintilie, Gianfranco Rosi, Jasmila Zbanic, Ildikó Enyedi und Mohammad Rasoulof, der allerdings wegen eines Ausreiseverbots aus dem Iran nur per Videostreaming zugeschaltet war. Während der Wettbewerb ohne US-amerikanische Beteiligung auskommen musste, war Deutschland mit gleich vier Produktionen vertreten: „Fabian“ von Dominik Graf, „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Maria Speth, „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader und „Nebenan“ von Daniel Brühl. Maren Eggert wurde als Hauptdarstellerin von „Ich bin dein Mensch“ mit dem erstmals genderneutral definierten Preis für die beste Darstellung ausgezeichnet; ein „Silberner Bär“ ging als Preis der Jury an Maria Speths Dokumentarfilm-Film. Den „Goldenen Bären“ gewann die rumänische Satire „Bad Luck Banging or Loony Porn“ von Radu Jude. „Wheel of Fortune and Fantasy“ von Ryusuke Hamaguchi erhielt den Großen Preis der Jury. Der Preis für die beste Regie ging an „Natural Light“ von Dénes Nagy aus Ungarn. Der koreanische Regisseur Hong Sang-soo wurde für „Introduction“ mit dem Preis für das beste Drehbuch geehrt.

Goldener Bär für "Bad
Goldener Bär für "BadLuck Banging or Loony Porn“ von Radu Jude (© Berlinale/Silviu Ghetie)

Künftig sollen sich Urheber gegen Internetplattformen, die urheberrechtlich geschützte Filme oder Musikstücke systematisch illegal anbieten, über eine neue Anlaufstelle wehren können. Dazu wurde die Clearingstelle „Urheberrecht im Internet (CUII)“ eingerichtet. Sie nahm am 11. März die Arbeit auf. Sie soll nach einheitlichen Kriterien entscheiden, welche Internetseiten die Rechteinhaber wegen Urheberrechtsverletzungen sperren lassen können und damit Internetanbietern wie Verbrauchern mehr Rechtssicherheit bieten. Die unabhängige Prüfstelle wurde von den großen Internetanbietern in Deutschland sowie von Rechteinhabern für Musik, Film, Videospiele und Sport gemeinsam gegründet. Die Bundesnetzagentur gehört der Clearingstelle nicht an, ist aber in das Verfahren einer Sperre eingebunden. Ein überparteilicher Prüfausschuss soll künftig auf Antrag der Rechteinhaber nach objektiven Kriterien bewerten, ob Netzanbieter strittige Internetseiten wegen struktureller Urheberrechtsverstöße sperren müssen. „Dabei geht es um Webseiten, die offensichtlich als Geschäftsmodell geschützte Werke ohne Lizenz verbreiten - also gewerblich agieren oder sich durch Werbung finanzieren“, teilte der Digitalverband Bitkom mit.


Das größte Vermächtnis des österreichischen Filmregisseurs, Malers und Autors Peter Patzak ist die Krimiserie „Kottan ermittelt“, mit der Patzak in seinem Heimatland Fernsehgeschichte schrieb. Von 1979 bis 1983 entstanden 19 Folgen sowie der Kinofilm „Den Tüchtigen gehört die Welt“ (1981). Im Jahr 2010 brachte Patzak mit „Kottan ermittelt: Rien ne va plus“ den kultigen Kommissar noch einmal auf die Leinwand. Am 11. März verstarb der Filmemacher mit 76 Jahren in Krems. „Peter Patzak hat mit seinem Filmschaffen Österreich geprägt. Wir verdanken ihm viele unvergessene Fernsehmomente, auch sein Werk als Autor und Maler ist beeindruckend“, kondolierte der österreichische Kulturminister Werner Kogler. Im Februar 2020 war der am 2. Januar 1945 geborene Künstler mit dem Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien geehrt worden. Parallel zu seinem filmischen Schaffen hatte Patzak stets auch die Malerei vorangetrieben. Ab 1993 unterrichtete er als ordentlicher Professor für Regie an der Wiener Filmakademie, die er auch als Institutsvorstand leitete. Zu den bedeutendsten Kinoarbeiten Patzaks zählt das Neonazi-Porträt „Kassbach“ (1979) mit Walter Kohut in der Titelrolle, für das er auch international Anerkennung fand, weil der Film sich entschieden mit kleinbürgerlichen Formen von Rassismus, Faschismus und der Gewalt beschäftigte. Für Martin Scorsese zählt „Kassbach“ zu seinen Lieblingsfilmen.


April


Der große Erfolg an den Kinokassen war dem US-Regisseur Monte Hellman nicht vergönnt gewesen. Einige seiner Werke avancierten zwar zu Kultfilmen, doch der New Hollywood-Rebell blieb zeitlebens eher ein Außenseiter des Independent-Kinos. Am 20. April verstarb Hellman im Alter von 91 Jahren in Palm Desert in Kalifornien. Der Filmemacher drehte unter anderem mit Jack Nicholson, schuf in den 1960er-Jahren markante Spätwestern und half mit, Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“ aus der Taufe zu heben. Als einflussreiches Schlüsselwerk seiner Filmografie gilt das Road Movie „Two-Lane Blacktop“ (1971), in dem der gebürtige New Yorker die Musiker James Taylor und Dennis Wilson im Chevrolet auf ein Highway-Rennen quer durch die USA schickte. Nachdem Hellman in den 1950er- Jahren eine Theatergruppe gegründet hatte, stieß er 1957 zur Company von Roger Corman. Er mied in seinen Arbeiten jedoch Cormans plakativen Stil, sondern erzählte meist einfache Geschichten mit wenig Plot, kargen Dialogen und viel Mut zu Auslassungen. Damit fand er in Europa deutlich mehr Zuspruch als in seinem Heimatland. Nach den sperrigen Filmen „Cockfighter“ (1974) und „Iguana“ (1988) wurde es ruhig um Hellman; er verlegte sich vermehrt auf Zuarbeiten für Projekte von Kollegen. Sein selbstreflexives Spätwerk „Road to Nowhere“ (2010) feierte in Venedig Premiere.


Wegen der Coronavirus-Pandemie fand die 93. Verleihung der Academy Awards, die ursprünglich für den 28. Februar geplant war, erst am 25. April in Los Angeles im Dolby Theatre und der Union Station statt. Statt 3.000 Zuschauer durften nur 170 Personen gleichzeitig an der Zeremonie teilnehmen, zu der die Nominierten zugeschaltet wurden. Erstmals seit 1934 waren Filme aus mehr als einem Kalenderjahr zugelassen. Der Bewerbungszeitraum wurde wegen COVID-19 bis zum 28. Februar 2021 verlängert. Klarer Sieger war das sechs Mal nominierte Filmdrama „Nomadland“, das als bester Film ausgezeichnet wurde. Die Regisseurin Chloé Zao errang als zweite Frau nach Kathryn Bigelow (2010) und als erste Nicht-Weiße den Regie-Preis. Frances McDormand gewann ihren dritten Oscar als beste Hauptdarstellerin. Zum besten Hauptdarsteller wurde Anthony Hopkins für „The Father“ gekürt. Die Preise für die besten Nebendarsteller gewannen Daniel Kaluuya in „Judas and the Black Messiah“ und Yuh-Jung Youn in „Minari“. Der Preis für das beste Originaldrehbuch ging an Emerald Fennell für „Promising Young Woman“. Als bester Animationsfilm wurde „Soul“ ausgezeichnet, die auch den Preis für die beste Filmmusik (Trent Reznor, Atticus Ross und Jon Batiste) gewann. Den Preis für den besten internationalen Film sicherte sich „Der Rausch“ von Thomas Vinterberg. Der große Favorit „Mank“ von David Fincher, der in zehn Kategorien nominiert war, musste sich mit zwei Auszeichnungen für Kamera (Erik Messerschmidt) und Szenenbild (Donald Graham Burt und Jan Pascale) begnügen.

Ein Anfang: Daniel
Ein Anfang: Daniel Kaluuya und sein "Oscar" für "Judas and the Black Messiah" (© imago/Zuma Press)

Eine Online-Premiere gab es 2021 auch für die Bayerischen Filmpreise. Die traditionell im Umfeld der glamourösen Bayerischen Filmwoche im Januar überreichten Auszeichnungen wurde erst am 28. April vergeben – als Web- und TV-Aufzeichnung. Der Regiepreis teilten sich Julia von Heinz für „Und morgen die ganze Welt“ und Tim Fehlbaum mit „Tides“. Der Kameramann von „Tides“, Markus Förderer, erhielt den Filmpreis in der Kategorie Bildgestaltung. Als beste Produzenten wurden Tobias Walker und Philipp Worm für „Schachnovelle“ von Philipp Stölzl ausgezeichnet. Der Hauptdarsteller Oliver Masucci wurde zum besten Darsteller gekürt, auch wegen seiner Leistung in „Enfant Terrible“. Den Preis für die beste Darstellerin sicherte sich Nilam Farooq für „Contra“ von Sönke Wortmann. In der Kategorie Kinderfilm gewann der Produzent Christian Becker mit „Jim Knopf und die Wilde 13“, bei den Dokumentarfilmen setzte sich die Regisseurin Bettina Böhler mit „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ durch. Der Ehrenpreis ging an Martina Gedeck. Weil die Kinos im Jahr 2020 wegen Corona lange geschlossen waren, musste der Publikumspreis auf andere Weise vergeben werden. Es standen nicht die aktuell fünf besucherstärksten Filme des Vorjahres zur Wahl, sondern die Publikumspreis-Gewinner der letzten zehn Jahre. Beim Online-Voting um den Titel "Publikumsfilm des Jahrzehnts" hatte die Krimikomödie „Leberkäsjunkie“ (2019) die Nase vorn, gefolgt von „Stromberg – Der Film“ und „Sauerkrautkoma“.


Mai


Manche Karrieren beginnen erst spät. Das trifft auch für die US-Schauspielerin Olympia Dukakis zu. Ihr gelang erst im Alter von 56 Jahre mit der Komödie „Mondsüchtig“ (1987) der Durchbruch. In dem Film von Norman Jewison gibt sie die Mutter der Hauptfigur Loretta und gewann damit den „Oscar“ und den „Golden Globe“ für die beste weibliche Nebenrolle. Mit dem Part der selbstbewussten Matriarchin etablierte sie sich zugleich als Charakterdarstellerin. Am 1. Mai ist die Aktrice im Alter von 89 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Geboren wurde Dukakis am 20. Juni 1931 in Lowell im US-Bundesstaat Massachusetts geboren. Nach ihrem Studium an der Boston University begann sie ihre Karriere als Theaterschauspielerin in New York City. Ins Filmgeschäft stieg sie erst Mitte der 1960er-Jahre ein. Sie wirkte in Dutzenden Filmen und Fernsehserien mit, unter anderem in „Magnolien aus Stahl“ (1989) und „Geliebte Aphrodite“ (1995). Die Cousine des US-Präsidentschaftskandidaten von 1988, Michael Dukakis, war deutschen Zuschauern aus Rollen in „Kuck mal, wer da spricht“, „Die nackte Kanone 33⅓“ und „Der gebuchte Mann“ bekannt. Dukakis war mit dem Schauspieler Louis Zorich verheiratet. Das Paar hat drei Kinder.


In Babelsberg nahm am 3. Mai das neu errichtete Filmstudio für virtuelle Produktionen, das sogenannte „Volume“, seinen Betrieb auf. Im Zentrum steht dabei ist die größte LED-Festinstallation dieser Art in Europa. Mit der neuen Technologie können virtuelle Kulissen hinter Schauspielerinnen und Schauspielern so eingeblendet werden, als befänden sich diese an den Originalschauplätzen. Das „Volume“ wird von der neu gegründeten Dark Bay GmbH mit den beiden Gesellschafterinnen Dark Ways GmbH und Studio Babelsberg AG betrieben. Das brandenburgische Wirtschaftsministerium hat das neue virtuelle Produktionsstudio mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Die erste Produktion sind die Dreharbeiten zur achtteiligen Mystery-Serie „1899“. Der Mehrteiler über ein Auswandererschiff ist eine Produktion von Dark Ways in Zusammenarbeit mit Netflix.


Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen (1.-10.5.) fanden 2021 coronabedingt zum zweiten Mal als Online-Ausgabe statt. Mit zehn Tagen war sie doppelt so lang wie die frühere physische Festivalausgabe. In acht Wettbewerben, drei davon neu, verlieh das älteste Kurzfilmfestival der Welt 27 Preise im Wert von knapp 52.000 Euro. Es wurden fast 1.400 Publikumspässe wurden verkauft, deutlich weniger als 2020 bei der ersten Online-Ausgabe. Rund 2.600 Besucher sorgten für knapp 60.000 Sichtungen der rund 400 Filme im Programm. Als besonderen Erfolg hoben die Veranstalter die Einrichtung eines digitalen „Festival Space“ hervor, in dem sich viele Filmschaffende und Besucher austauschten und Diskussionen mit Publikumsbeteiligung stattfanden. Der Große Preis der Stadt Oberhausen an die japanische Regisseurin Yuri Muraoka für „Toumei na watashi“, in dem sie mit die Coronakrise für eine Bestandsaufnahme ihres Lebens nutzt.

Lief in Oberhausen: „I Am the People“ (© Xiaofei Li )
Lief in Oberhausen: „I Am the People“ (© Xiaofei Li )

Der Bundestag verabschiedete am 20. Mai das Gesetz zur Änderung des Filmförderungsgesetzes (FFG). Die „kleine“ Novelle ist angesichts der Pandemieentwicklung als Übergangsgesetz mit einer verkürzten Laufzeit von zwei Jahren angelegt und tritt am 1. Januar 2022 in Kraft. Sie sieht unter anderem vor, dass Filmemacher in Zukunft stärker auf den Umweltschutz achten müssen, wenn sie öffentliche Fördergelder erhalten wollen. Zudem müssen Filmteams künftig eine CO2-Bilanz ihres Projekts vorlegen. Die Novelle soll zugleich für mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Gremien der Filmförderungsanstalt (FFA) sorgen. Sie ermöglicht der FFA auch eine flexiblere Handhabung bei den Fördervoraussetzungen, der Mittelverwendung und den Sperrfristen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte dazu: „Mit dieser Übergangsnovelle können die Filmförderung in Krisenzeiten verlässlich fortgesetzt und die Handlungsfähigkeit der Filmförderungsanstalt in einer für die Filmbranche nie dagewesenen Ausnahmesituation gesichert werden.“ Das FFG wird regelmäßig novelliert, um die Filmförderung des Bundes der mittel- und langfristigen Marktentwicklung anzupassen. Für eine große Novelle fehlte wegen der massiven Auswirkungen der Coronakrise eine belastbare Datengrundlage.


Juni


Tsitsi Dangarembga wird 2021 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Das gab der Stiftungsrat am 21. Juni bekannt. Die Schriftstellerin und Filmemacherin aus Simbabwe verbinde „in ihrem künstlerischen Werk ein einzigartiges Erzählen mit einem universellen Blick und ist deshalb nicht nur eine der wichtigsten Künstlerinnen ihres Landes, sondern auch eine weithin hörbare Stimme Afrikas in der Gegenwartsliteratur“, erklärte die Jury. In ihrer Romantrilogie beschreibe Dangarembga am Beispiel einer heranwachsenden Frau den Kampf um das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und weibliche Selbstbestimmung in Simbabwe. Und in „ihren Filmen thematisiert sie Probleme, die durch das Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne entstehen“. Die renommierte Auszeichnung wird traditionell am letzten Tag der Frankfurter Buchmesse in der Frankfurter Paulskirche verliehen, in diesem Jahr am 24. Oktober. Dangarembga wurde 1959 in Mutoko im heutigen Nordosten von Simbabwe geboren und gehört zu den wichtigsten Stimmen ihres Landes. Ihr 1988 erschienener Debütroman „Nervous Conditions“ wurde 2018 von der BBC in die Liste der 100 wichtigsten Bücher aufgenommen, die die Welt geprägt haben. Der Film „Neria“, für den sie 1993 die Story schrieb, zählt zu den beliebtesten Filmen in Simbabwe. Während ihres Filmregie-Studium lebte sie in Berlin. Dangarembga engagiert sich seit vielen Jahren auch für Freiheits- und Frauenrechte sowie für politische Veränderungen in Simbabwe.


Das Experiment der Zweiteilung der „Berlinale (10.-20.6.) hat offenbar funktioniert: Die Veranstalter zogen Ende Juni nach Abschluss des zweiten Teils der 71. Filmfestspiele eine positive Bilanz. Demnach wurden in 16 Spielstätten, verteilt auf ganz Berlin, bei 193 Vorführungen 126 Filme gezeigt und 60.410 Tickets verkauft. Für das Publikum sei es ein besonderes Erlebnis gewesen, die Filme unter freiem Himmel und bei sommerlichen Temperaturen zu genießen, hieß es bei den Veranstaltern. „Auf der historischen Museumsinsel, eingerahmt von Fernsehturm und Berliner Dom, hat die Berlinale für das Summer Special eigens ein Open Air-Kino aufgebaut. Neben den Filmpremieren fanden dort die feierliche Eröffnung, die Preisverleihung, die Auszeichnung der European Shooting Stars und die Verleihung des Berlinale Publikums-Preises statt.“ Trotz der pandemiebedingt erschwerten Bedingungen reisten demnach mehr als 330 Gäste an, um ihre Filme persönlich zu präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.


Die vier europäischen Kurzfilmfestivals des neuen Festivalportals „This is short“ haben erstmals Preise im gemeinsamen Online-Wettbewerb „New Point Of View“ vergeben. Den mit 4.000 Euro dotierten Hauptpreis der Jury ging an die belgische Künstlerin Eva Giolo für „Flowers blooming in our throats“ über die Bedeutung von Gesten und Berührungen nach dem Lockdown. Am 30. Juni endete die erste Ausgabe des Festivalportals, das drei Monate mit knapp 300 Kurzfilmen und einem täglich erneuerten und eigens für die Plattform kuratierten Programm in 55 Ländern zu sehen war. Die vier beteiligten Festivals sind die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, das Go Short Festival in Nijmegen, das Vienna Shorts Festival in Wien sowie das Short Waves Festival in Poznan. Die Festivals bilden gemeinsam das Europäische Kurzfilmnetzwerk (ESFN). Deren Mitglieder streben an, auf Online-Ebene eng zusammenzuarbeiten, sich aber auch bei gegenseitig bei analogen Aktivitäten zu unterstützen.


Wegen der Corona-Pandemie war die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Films - Die Brücke 2019 ausgefallen. In diesem Jahr fand sie am 25. Juni in kleinerem Rahmen im Münchner Cuvilliés Theater statt. Der Internationale Friedenspreis ging an die Regisseurin Kaouther Ben Hania für „Der Mann, der seine Haut verkaufte“. Den Nationalen Friedenspreis erhielt Regisseur Philipp Stölzl für die Literaturverfilmung „Schachnovelle“. Mit dem Nachwuchspreis wurde Jan Philipp Weyl für den Film „Running against the Wind“ ausgezeichnet. Den Ehrenpreis erhielt die Schauspielerin und Produzentin Senta Berger. Wegen der Absage der Verleihung im Jahr 2020 erhielten zwei Preisträger ihre Auszeichnungen mit einem Jahr Verspätung auf der diesjährigen Feier: Der französische Filmemacher Ladj Ly nahm den Internationalen Friedenspreis für den Film Die Wütenden – Les Misérables“ entgegen, während der aus Venezuela stammende Regisseur Jonathan Jakubowicz den Nationalen Friedenspreis für „Resistance“ erhielt. Die Auszeichnungen würdigen künstlerisch wertvolle Filme, die sich kritisch mit unserem Zeitgeschehen auseinandersetzen und für Toleranz und Völkerverständigung werben. Der „Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds“ verleiht den Preis seit 2002 jährlich gemeinsam mit der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) und dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales, Medien und Europa.

Regisseur Ladi Ly nahm den Friedenspreis für "Die Wütenden" entgegen (Alamode)
Regisseur Ladi Ly nahm den Friedenspreis für "Die Wütenden" entgegen (Alamode)


Der zweite Teil des Jahresrückblickes 2021 für die Monate Juli bis Dezember folgt in Kürze.

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