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Domingo - Das Familientreffen

Donnerstag, 13.01.2022

Satire auf die brasilianische Bourgeoisie - bis 10.2. in der arte-Mediathek

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An Neujahr 2003 trifft sich eine brasilianische Familie aus der oberen Mittelschicht in ihrem Landhaus. Die exzentrische Bete und ihr Mann Nestor bereiten unter anderem den Geburtstag der 15-jährigen Valentina vor. Mit von der Partie ist der stille Miguel, der mit seiner Mutter Dona Laura kommt sowie Eduardo und seine hochschwangere Frau Eliana. Doch was ein fröhliches Fest werden soll, eskaliert zum bitteren Familienstreit. Die aufgedrehte Bete kann ihre Schwiegermutter nicht leiden und ihren Mann Nestor auch nicht mehr wirklich. Sie verbringt lieber Zeit mit dem jungen Tennislehrer, der aber auch ihrer Tochter Valentina zu gefallen scheint.

Die Väter gehen mit ihren Söhnen derweil virilen Aktivitäten nach, und Dona Laura übt ihre Macht als Matriarchin der Familie aus. In der Küche kümmern sich die Hausdame Inès und ihre jugendliche Tochter Rita um die Festivitäten und beobachten das sich zuspitzende Geschehen. Als dann auch noch bekannt wird, dass der Sozialist Lula da Silva die Präsidentschaftswahlen gewonnen hat, kochen die Auseinandersetzungen hoch. Während Dona Laura empört ist und um ihr Geld bangt, steht Lula für die Hausdame Inès für neue Hoffnung in einem Land, in dem Ungerechtigkeit und Gewalt vorherrschen.

„Domingo – Das Familientreffen“ ist eine skurrile Satire auf die brasilianische Bourgeoisie, die um ihre Autorität und ihren Reichtum bangt. Drehbuchautor Lucas Paraizo hat sich dabei von seiner eigenen Kindheit inspirieren lassen. Die Regisseure Fellipe Barbosa und Clara Linhart drehten den Film auch in dem Haus, in dem Paraizo seine Kindheit verbrachte. – Ab 14.


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