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Notting Hill (zdf_neo)

Mittwoch, 05.01.2022

15.1., 20.15-22.10, zdf_neo

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Traumfrauen sind gefährlich! Sie wecken Sehnsüchte, aber sind zugleich unerreichbar…oder? Wahrscheinlich hat sich William Thacker (Hugh Grant), ein schüchterner, etwas linkischer Buchhändler aus dem Londoner Stadtteil Notting Hill, darüber nie Gedanken gemacht. In seiner winzigen Bücherstube in der Portobello Road verkehren nur Menschen mit schmalem Portemonnaie, die einen Reiseführer auch mal unbezahlt mitgehen lassen. Bis eine junge Frau mit Sonnenbrille in seinen Regalen stöbert, die sogar ein Kinomuffel wie er erkennt: Anna Scott (Julia Roberts), eine Schönheit aus der 15-Millionen-Dollar-Gagen-Riege Hollywoods, steht leibhaftig vor ihm. Mehr als ein paar unbeholfene Worte bringt er vor Schreck freilich erstmal nicht über die Lippen, und so ist Anna bald wieder aus seinem Laden verschwunden. Aber die Welt ist klein in Notting Hill: Ein Glas Orangensaft, der sich über Annas Shirt ergießt, führt die beiden wieder zusammen. Der Beginn einer magischen Anziehung, bei der allerdings fraglich ist, ob je eine richtige Beziehung aus ihr werden kann, schließlich ist Anna eine vielgefragte Frau, und ihre Hollywoodkarriere scheint kaum vereinbar zu sein mit einem Leben an der Seite des liebenswerten Bücherwurms.

Regisseur Roger Mitchell schuf mit „Notting Hill“ einen modernen RomCom-Klassiker, dessen süße Normaloboy-Meets-Supergirl-Story durch zündende Wortspiele und erhellende Einsichten in den britischen Humor beträchtlich an Weite gewinnt. Vor allem durch die vitalen Nebenfiguren, u.a. verkörpert von Rhys Ifans, Emily Mortimer und Hugh Bonneville, gerät das Leiden an der Sehnsucht, um das sich der Film dreht, zu einer höchst amüsanten Angelegenheit.

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