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Self/less - Der Fremde in mir

Freitag, 21.01.2022

Drama um einen Mann, der im Körper eines anderen weiterlebt - bis 20.2.2022 in der Tele5 Mediathek

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Damian Hayes (Ben Kingsley) besitzt ein Immobilienimperium; doch nun winkt dem reichen Unternehmer statt des wohlverdienten Ruhestandes der (Krebs-)Tod. Allerdings kann dem Milliardär geholfen werden: Nicht durch Schulmedizin, sondern durch Hightech! Eine geheime Organisation bietet begüterten Menschen einen neuen, jungen Körper zum Weiterleben an. Hayes lässt sich darauf ein - und genießt nach dem Gehirndatentransit im Körper eines jungen Athleten (Ryan Reynolds) sein Dasein aufs Neue. Doch dann mischen sich seltsame Flashbacks, Albträumen gleich, in sein Leben. Die Gedankenfetzen führen in ein anderes Leben: das eines besorgten jungen Familienvaters, seiner Frau und ihrer kleinen, kranken Tochter. War die Hülle, in der Hayes jetzt lebt, doch nicht so neu und leer wie ihm versprochen wurde? So kämpfen die Erinnerungen eines jungen Mannes gegen den neuen „Bewohner“ seines Körpers - und schließlich beide zusammen gegen eine gewissenlose Firma, die über Leichen geht.

Inszeniert hat das Science-Fiction-Drama Regisseur Tarsem Singh, dem es einmnal mehr nicht genügt, ein Routineprodukt abzuliefern: Immer wieder blitzen formale Kabinettstücken auf, wenn er Zeit rafft oder in neue, unbekannte Räume entführt. Was die Kombination von Schnitt und Ton betrifft, ist der Inder hier auf der Höhe seiner frühen Filme „The Cell“ und „The Fall“. ie Verknüpfung von Versatzstücken des Paranoia- und Actionkinos gewinnt als unterkühlte Science-Fiction-Fantasie vor allem durch inszenatorische Kabinettstückchen an Format. Noble Schauwerte, glaubwürdige Darsteller und eine bewährte Dramaturgie sichern solide Unterhaltung. - Ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek

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