Szene aus „Corpo Celeste“ (© arte)

Corpo Celeste

Einfühlsames Porträt über Umbruch und Neuorientierung - bis 1.4. in der arte-Mediathek

Veröffentlicht am
11.01.2026 - 13:22:06
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Die 13-jährige, in der Schweiz aufgewachsene Marta (Yle Vianello) zieht mit ihrer Schwester und der Mutter in deren alte Heimat nach Süditalien. In Reggio Calabria reibt sie sich bald an den konservativen Glaubensvorstellungen, die das Umfeld prägen. Wie alle ihre Klassenkameraden soll Marta demnächst gefirmt werden, ein nicht nur religiöses, sondern auch gesellschaftliches Initiationsritual, das in Martas Ohren aber suspekt klingt. Von einem Tag auf den anderen soll sie die Bibel und etliche Gebete auswendig können und zudem die Namen von Heiligen kennen, von deren Existenz sie bisher kaum wusste. Dabei wird sie zur selben Zeit von den körperlichen und emotionalen Veränderungen der Pubertät ganz in Anspruch genommen. 

Der einfühlsam erzählte Film von Alice Rohrwacher erzählt von den Wirrnissen des Erwachsenwerdens und lotet überzeugend den Zwiespalt aus, in den die kleine Heldin gerät, als sie in ein ihr neues kulturelles Umfeld "verpflanzt" wird. Ein wunderbar feinfühliger, auch berührender Coming-of-Age-Film, in dem ein Mädchen couragiert seinen eigenen Weg zu gehen lernt. - Sehenswert ab 12.

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