Die wunderbare Welt des Wes A.

Das filmische Universum von Regisseur Wes Anderson

Diskussion

Kaum ein Regisseur des US-amerikanischen Independent-Kinos der vergangenen beiden Jahrzehnte brillierte in derart kurzer Zeit mit so anhaltendem Erfolg und sticht zugleich durch eine so markante, wiedererkennbare filmische Handschrift heraus wie der 1969 in Houston, Texas, geborene Wesley Wales Anderson. „Wes’ Worlds“ stellen in ihrer vielschichtigen Verspieltheit Musterbeispiele des postmodernen populären Indie-Kinos dar. Biografische Themen prägen das Werk des mit Liebe zum Detail arbeitenden Texaners. Als Anderson acht Jahre alt ist, lassen sich seine Eltern, ein Werbefachmann und eine Archäologin, scheiden, die drei Brüder Eric, Mel und Wes tragen schwer an der Trennung. Mit zehn Jahren bekommt Anderson eine Super8-Kamera geschenkt. Bereits früh saugt er so viel Kultur in sich auf, wie er fassen kann. Den künstlerischen Durchbruch erlangt er mit 23 Jahren, als Produzent James L. Brooks seinen Kurzfilm „Bottle Rocket“ (1992) entdeckt und Anderson vier Jahre später ein Remake zum ersten abendfüllenden Spielfilm ermöglicht. Nach der privaten High School St. John’s, die auch als Kulisse für Andersons zweiten Spielfilm und Publikumsdurchbruch „Rushmore“ (Foto) fungiert, besucht der junge Filmemacher die University of Texas in Austin, wo er einen Bachelor-Abschluss in Philosophie erlangt und Owen Wilson in Schreibkursen kennenlernt.


Familiengeschichten und das Außenseiterdasein von Figuren, die sich alleine fühlen und behaupten müssen, um dazuzugehören, durchziehen folglich als biografische Verarbeitung das Werk. Da ist Sa

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