Arte hat in der Weihnachtszeit ein Herz für die bunte Welt des Zirkus. Neben realer Zirkuskunst gehört dazu auch ein Hollywood-Klassiker, der lustvoll mit dem Image des wildromantischen Zirkuslebens spielt: „Zirkuswelt“ von Henry Hathaway. John Wayne spielt darin den Direktor eines berühmten Zirkus in den USA, Matt Masters, mit dem er in den 1960er-Jahren auch in Europa gastiert.
Masters’ heimliche Ziel aber besteht darin, mit der „Wild West“-Show seine frühere Geliebte Lili (Rita Hayworth) wiederzufinden, die nach dem Unfalltod ihres Mannes vor 14 Jahren spurlos verschwunden ist. Der Tote, ein berühmter Trapezkünstler, hatte sich aus Eifersucht in die Manege gestürzt, weil seine Frau einen anderen liebte. Voller Schuldgefühle hatte Lili danach auch ihre Tochter Toni (Claudia Cardinale) zurückgelassen, die von Matt wie sein eigenes Kind aufgezogen wurde. Bei der Ankunft in Barcelona sinkt jedoch das Schiff mitsamt dem Zirkuszelt. Matt Masters scheint ruiniert zu sein.
Ein in 70mm gedrehte aufwendige Mischung aus Spektakel und Melodram. - Ab 14.