© rbb/PONG

And-Ek Ghes...

Donnerstag, 22.09.2022

Doku-Feature über die Versuche einer Roma-Sippe, in Berlin heimisch zu werden. Bis 28.9. in der ARD-Mediathek

Diskussion

Die Roma-Familie Velcus verlässt ihre rumänische Heimat und siedelt nach Deutschland über. Aus dem Kontakt zu dem Dokumentaristen Philip Scheffner entsteht die Idee, das neue Leben filmen zu lassen und selbst mitzufilmen.

Der gemeinsame Film dokumentiert die Geschichte einer schwierigen Ankunft, zeigt aber auch, wie die Immigranten Berlin erleben. Zugleich reflektiert die ungewöhnliche Co-Produktion immer wieder auch über das Filmemachen.

Die kollektiven Dreharbeiten und die Verwendung mehrerer Kameras, die unter den Familienmitgliedern zirkulieren, heben herkömmliche Perspektivierungen aus den Angeln. Der Film ermöglicht einen Einblick in eine Welt, in der Humor, Chupze und Zusammenhalt gegen Armut und Ausgrenzung antreten. Und in der sich die Velcus’ entgegen aller Zuschreibungen immer wieder neu erfinden. So beginn Berlin etwa in den flirrenden Farben von Bollywood zu leuchten. Realität und Fiktion liegen manchmal nur ein Lachen weit auseinanderliegen. Es entsteht ein kluger Film über das ethnografische Filmemachen mitten in Deutschland, über Medienbilder und Stereotype, denen man begegnet – und die man manchmal selbst lebt.

„Eines Tages... And-Ek Ghess..“ ist zudem die Fortsetzung einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen Scheffner und der Familie Velcus, die 2011 mit dem Film „Revision“ begann. – Ab 14.

Filmdetails Zum Streaming
Kommentar verfassen

Kommentieren