© arte/Create One Ltd/Ruán Magan

100 Jahre Ulysses

Donnerstag, 22.09.2022

Doku über den Jahrhundertroman "Ulysses" und den irischen Schriftsteller James Joyces - bis 19.12. in der arte-Mediathek

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Vor 100 Jahren wurde der Roman „Ulysses“ von James Joyce in einer kleinen Buchhandlung in Paris veröffentlicht. Das Werk, an dem Joyce sieben Jahre lang schrieb, sollte für die Literatur und Kultur des 20. Jahrhunderts völlig neue Maßstäbe setzen. Obgleich das voluminöse Buch über einen Tag im Leben des Anzeigenakquisiteurs Leopold Blum aufgrund schockierender Schilderungen in den USA und in Großbritannien verboten wurde, hatte kein anderes Werk dieser Epoche eine ähnliche Tragweite. Schnell galt „Ulysses“ als Meisterwerk der Moderne, nur nicht in Irland nicht, wo Joyce des Verrats beschuldigt wurde, weil er aus voller Überzeugung mit Traditionen der irisch-katholischen Kirche brach.

„Ulysses“ ist ein prophetischer Text, der eine bessere Zukunft für Irland, Europa und die Welt vorzeichnete. Joyces beispielloses Genie inspirierte seither Künstler und Künstlerinnen wie Eileen Gray, Sergej Eisenstein, Man Ray und Bob Dylan. Die Dokumentation von Ruán Magan taucht in einen vielzitierten, aber wenig gelesenen Jahrhundertroman ein und lotet dessen bleibende Rolle für die literarische Moderne aus. – Ab 16.

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