© Metro-Goldwyn Production

Buster Keaton - Sieben Chancen

Donnerstag, 15.12.2022 14:17

Klassische Slapstick-Komödie mit Stummfilmgenie Buster Keaton - bis 9.6. in der arte-Mediathek

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Die Jahreszeiten vergehen wie im Flug, doch Jimmie (Buster Keaton) hat einfach kein Glück beim Umwerben seiner Angebeteten Mary. Wenn es doch nur die Liebe wäre, in der es schlecht um ihn stünde: Jimmie und sein Geschäftspartner sind obendrein nämlich auch noch pleite. Das Blatt wendet sich, als das das Testament seines Vaters eröffnet wird. Ein verheißungsvolles Versprechen bringt Jimmie in Zugzwang: Er soll ein Vermögen erben - unter der Bedingung, dass er bis zu seinem 27. Geburtstag verheiratet ist. Nachdem er Mary verschreckt hat, bleiben Jimmie die titelgebenden „Sieben Chancen“, um noch rechtzeitig eine Braut zu finden. Erst findet er keine, dann jagen ihn Horden heiratswütiger Frauen.

Gespickt mit zahlreichen visuellen Gags und Stunts wird die Geschichte eines unbeholfenen Mannes erzählt, der nie den geeigneten Moment findet, um jemandem ein Liebesgeständnis zu machen. Stummfilmgenie Buster Keaton glänzt in der Rolle des unsicheren jungen Mannes, der sich mit den überraschendsten Stunts und absoluter Körperbeherrschung immer wieder aus brenzligen Situationen rettet. Humoristische Überspitzungen zu doch ernsten Themen wie der Macht des Geldes machen den Stummfilm zu einer dramaturgisch klug und bestechend wirkungsvoll aufgebauten Slapstick-Komödie. - Sehenswert ab 10.


Bereits im Alter von drei Jahren trat Keaton als Akrobat im Varieté seiner Eltern auf, die das namensgebende Talent ihres Sohnes, Stürze unbeschadet und klaglos zu überstehen, in ihre komödiantische Nummer zum Thema Kindererziehung einbanden: Wie ein Gegenstand wurde er darin vom Vater zur Belustigung des Publikums in die Kulissen geschleudert und wurde damit zum Star der Show. Anschuldigungen auf Kindesmisshandlung wurden sowohl von den Eltern als auch später von Keaton selbst dementiert. Mit 21 Jahren beschloss Keaton sich künstlerisch von seinen Eltern zu lösen und seinen eigenen Weg zu gehen. So landete er beim Stummfilm, wo sich sein athletisches Talent zunächst als nützlich für Stunts erwies. Nachdem er in zahlreichen Kurzfilmen seine markante Erscheinung etabliert hatte, folgten ab 1923 Langfilme, die ihm den Ruf als bekanntester Stummfilmdarsteller neben Charlie Chaplin und Harold Lloyd einbrachten.

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