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Bittere Blumen

Montag, 23.01.2023 15:12

Leiser Film um Ausbeutung und Freundschaft - bis 18.3. in der arte-Mediathek

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Die verheiratete Chinesin Lina lässt Mann und Sohn in der Heimat zurück, um in Frankreich mit der Arbeit als Kindermädchen zu Geld zu kommen. Vor Ort stellt sie jedoch fest, dass sie betrogen wurde. Hungrig und obdachlos trifft sie eines Abends auf Yumei, die sie in dem Wohnheim mit einer Gruppe Frauen zusammenbringt, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Um sich einen Unterhalt zu verdienen, arbeiten sie als Prostituierte und es dauert nicht lang bis Lina sich ihnen anschließt. In Telefonaten mit ihrem Mann gibt sie weiterhin vor, als Kindermädchen zu arbeiten. Doch als ihre Schwägerin plötzlich vor der Tür steht, fliegen Linas Lügen auf.

„Bittere Blumen“ ist das Spielfilmdebüt des belgischen Regisseurs Olivier Meys, der 15 Jahre in China gelebt hat. Sein leises Drama ist geprägt von sensibler Handkameraführung und thematisiert die Ausbeutung von Wirtschaftsmigranten sowie die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Freundschaft. Ein betroffen machender Film über den Kampf einer modernen Heldin deren Mut zum Erfolg ihr einen hohen Preis abverlangt, der vor allem von der Stärke der wachsenden Beziehung zwischen den verlorenen Frauen Lina und Yumei lebt. – Ab 16.

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