Die drei Freunde Floyd (Frank Giering), Ricco (Florian Lukas) und Walter (Antoine Monot jr.) verbringen ihre letzte gemeinsame Nacht miteinander. Floyd, der älteste und erfahrenste von ihnen, wird am nächsten Morgen auf einem Frachter nach Singapur anheuern und Hamburg für immer verlassen. Deshalb ziehen sie noch einmal los durch Kneipen, Straßen und Clubs, träumen, streiten, lachen und wollen den Morgen so lange wie möglich hinauszögern.
Hin- und hergerissen zwischen der Melancholie des Abschieds und der Euphorie über die letzten gemeinsamen Stunden erleben sie nochmals sämtliche Höhen und Tiefen ihrer Freundschaft. Und landen bei einem Kickerspiel, bei dem es auf einmal um Alles oder Nichts geht und eigentlich um noch viel mehr.
Der Erstlingsfilm des als Schauspieler bekannten Sebastian Schipper schlingert zwar dramaturgisch etwas hin und her, findet in Bildgestaltung und Schauspielerführung aber zu großer Kraft. Die authentische Kamera begleitet das Trio bei ihrer letzten Reise durch die nächtliche Stadt. Alles ist drin: der Elbtunnel, St. Pauli, Hans Albers, Drogen, Verfolgungsjagden, Potenzgerangel, zwischengeschlechtliche Missverständnisse, Gewalt, ein Unfall nebst Rettung in letzter Sekunde. Mit so viel Behauptungskraft und umwerfendem Charme hat lange kein deutscher Film mehr Musicalträume und reales Leben miteinander versöhnt, schrieb 1999 zur Premiere der „Spiegel“. - Ab 14.